01/10/2026
Eine Tasse Tee, ein einzigartiger Moment 🍵
Die japanische Teezeremonie im UNESCO-Welterbe Schloss Eggenberg ließ Besucher*innen tief in die japanische Kultur eintauchen.
Gemeinsam mit der Japanische Botschaft in Österreich und der Urasenke Austria lud das Universalmuseum Joanneum zu diesem traditionellen Ritual. Teemeister Souriki Takamatsu, Präsident der Urasenke Tankokai Austria Association, führte durch die Zeremonie.
Was ist eine Teezeremonie?
Chanoyu, der „Weg des Tees", folgt einem genau festgelegten Ablauf: Jede Bewegung, der Umgang mit den Utensilien und die Begegnung zwischen Gastgeber und Gästen sind Teil der jahrhundertealten Tradition. Vier Begriffe bringen die Grundhaltung auf den Punkt: Wa, Kei, Sei, Jaku – Harmonie, Respekt, Reinheit und innere Ruhe. Dazu gehört der Gedanke des "ichigo ichie", sinngemäß "eine Zeit, eine Begegnung": Jeder Augenblick ist einzigartig und wiederholt sich in dieser Form nie wieder.
Und der Bezug zu Eggenberg?
Seit der Entdeckung des Ôsaka-Paravents im Japanischen Kabinett verbindet Graz und Ôsaka eine besondere Beziehung. Der Paravent ist eine Hommage auf die blühende Residenzstadt von TOYOTOMI Hideyoshi (1536–1598) und zeigt Ôsaka vor der Zerstörung 1615 in einzigartiger Detailfülle. Über 250 Jahre überlebte er unerkannt als Wanddekoration in Schloss Eggenberg.
📸 1, 7: Teemeister und Präsident Souriki Takamatsu, 3: Souriki Takamatsu (vorne Mitte) mit Kolleg*innen der Urasenke Tankokai Austria Association, sowie Barbara Kaiser, Paul Schuster, Josef Schrammel (v.l.) und Marko Mele (rechts außen) vom Universalmuseum Joanneum; 4: Paul Schuster, Leiter Schloss Eggenberg, 5: Kiminori Iwama, japanischer Botschafter in Österreich; Fotos: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek