HALLE FÜR KUNST Steiermark

HALLE FÜR KUNST Steiermark Die HALLE FÜR KUNST widmet sich der Präsentation von zeitgenössischer Kunstproduktion. A.rtificial I.ntrospection O.

Oswald Wiener, Jenna Bliss, Günter Brus, VALIE EXPORT, Tishan Hsu, Morag Keil, Josh Kline, Michael Krebber, Maria Lassnig, u.a.

Rudolf Polanszky, mitunter beeinflusst von den Wiener Aktionisten, entwickelte eine experimentelle Kunstpraxis, deren Sc...
23/06/2026

Rudolf Polanszky, mitunter beeinflusst von den Wiener Aktionisten, entwickelte eine experimentelle Kunstpraxis, deren Schwerpunkt auf Wahrnehmung, Kognition und kontrollierten künstlerischen Prozessen lag. In seiner Serie „Der musikalische Affe“ untersuchte er den Zusammenhang zwischen körperlicher Wahrnehmung und Musik als nonverbaler Erfahrungsform. In frühen Videoarbeiten nutzte er Filmtechniken, um seinen eigenen Körper zu vervielfältigen und zu spiegeln, wodurch er eine zweite Wahrnehmungsebene schuf. Spätere Arbeiten kombinierten mehrere Videosequenzen, in denen er unter experimentellen Bedingungen Musik machte – zumeist unter Einbeziehung von diversen Objekten, Artefakten und Drähten – und erweiterte die Idee des musikalischen Ausdrucks über den Menschen hinaus, sogar bis hin zu Tieren.

Images:
A.rtificial I.ntrospection O., 2026
Ausstellungsansichten HALLE FÜR KUNST Steiermark, Graz
© .com

Für das „Portrait von Ingrid und Oswald Wiener“ (1976) nutzt Maria Lassnig das Doppelporträt-Format, um verschiedene For...
18/06/2026

Für das „Portrait von Ingrid und Oswald Wiener“ (1976) nutzt Maria Lassnig das Doppelporträt-Format, um verschiedene Formen der Wahrnehmung und des Bewusstseins zu untersuchen. Während Ingrid den Betrachter direkt ansieht, ist Oswald ganz in seine Lektüre vertieft, wodurch gegensätzliche Formen der Aufmerksamkeit hervorgehoben werden. In ihrer Serie „Studien zur Entstehung eines Bewusstseinsbildes“ aus den späten 1970er Jahren setzte sich Lassnig mit dem Sehen, mit mentalen Bildern und mit subjektiver Wahrnehmung auseinander. Beeinflusst durch ihren Dialog mit Oswald Wiener visualisierte sie Gedanken und innere visuelle Erfahrungen und experimentierte dabei oft mit neuen Wegen, Bewusstsein und Wahrnehmung darzustellen.

Image:
Maria Lassnig, “Portrait von Ingrid und Oswald Wiener (Portrait of Ingrid and Oswald Wiener)”, 1976
Oil on canvas
Courtesy Ingrid Wiener, Kapfenstein
© .com

Falls Sie sich noch nicht für die Summer School: Oswald Wiener, Selbstbeobachtung und Kybernetik angemeldet haben, ist d...
18/06/2026

Falls Sie sich noch nicht für die Summer School: Oswald Wiener, Selbstbeobachtung und Kybernetik angemeldet haben, ist dies Ihre letzte Gelegenheit!

Die Summer School, die von der aktuellen Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ in der HALLE FÜR KUNST Steiermark ausgeht, befasst sich mit den Ideen von Oswald Wiener und konzentriert sich dabei auf seine Versuche, Bewusstsein, Kybernetik, Sprachkritik und Selbstbeobachtung miteinander zu verknüpfen. Die Teilnehmer:innen lesen ausgewählte deutsche und englische Primär- und Sekundärtexte und diskutieren diese. Zur Vorbereitung sollte die Ausstellung eigenständig besucht und das bereitgestellte Archiv zu Wiener im Vorfeld durchgesehen werden.

Der Workshop wird von Caro Feistritzer, MA, geleitet. Studierende der TU Graz, Fakultät für Architektur, erhalten für die Teilnahme 2 ECTS. Die Summer School ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 24.6.2026 unter [email protected] möglich.

Öffnungszeiten der Ausstellung (Eintritt frei): Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr.

Bild:
A.rtificial I.ntrospection O., 2026
Ausstellungsansicht HALLE FÜR KUNST Steiermark, Graz
© .com

In seinen Multimedia-Installationen, Videos, Skulpturen und Fotografien untersucht Josh Kline, wie Technologien zur Verä...
16/06/2026

In seinen Multimedia-Installationen, Videos, Skulpturen und Fotografien untersucht Josh Kline, wie Technologien zur Veränderung des menschlichen Lebens im 21. Jahrhundert beitragen. Seit 2009 beschäftigt sich Kline mit Arbeit in der Kreativindustrie, woraus seine Serie „Creative Hands“ hervorgegangen ist. Er fertigt Abgüsse seiner eigenen Hände aus hellem, hautfarbenem Silikon an; diese Hände sind für das kreative Schaffen in New York unverzichtbar. Für sein Werk „Whatever It Takes 2024“ (2024), das auf drei Regalen in jeweils drei Ausführungen ausgestellt ist, hat Kline seine Künstlerhand mit einem Magic 8 Ball auf dem oberen Regal, die Künstlerhand mit einem Handgelenkverband auf dem mittleren Regal sowie die Künstlerhand mit einer Mac-Maus auf dem unteren Regal geschaffen und spielt damit auf die Ersetzbarkeit menschlicher Arbeit durch Technologie an.

Image:
Josh Kline, Whatever It Takes 2024, 2024
Silikonhände mit pulverbeschichtetem Metallregal und LED-Beleuchtung
Regal 94 × 66 × 33,7 cm
Courtesy Lisson Gallery, London

Besuchen Sie unsere kürzlich eröffnete Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“, die noch bis zum 5. September 2026 z...
15/06/2026

Besuchen Sie unsere kürzlich eröffnete Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“, die noch bis zum 5. September 2026 zu sehen ist!

Ausgehend von dem österreichischen Künstler, Schriftsteller, Kognitionspsychologen und Kybernetiker Oswald Wiener und seinen vielfältigen Gedanken und Aphorismen untersucht „A.I.O.“ die Verflechtung von Introspektion, Kybernetik und künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen die Erforschung des menschlichen Denkens und Bewusstseins sowie Wieners Kritik an rein technischen und behavioristischen Modellen der Intelligenz. Wiener argumentierte, dass das Bewusstsein nicht grundlegend durch Sprache organisiert sei und daher von aktuellen KI-Systemen nicht simuliert werden könne. Als Alternative zur formalen Automatentheorie und zum Turing-Test entwickelte Wiener die Introspektion als Methode zur Untersuchung subjektiver Dimensionen des Denkens, darunter Wahrnehmung, Emotionen, Vorstellungskraft und individuelle Erfahrung. Seine literarischen und theoretischen Werke bilden die konzeptionelle Grundlage der Ausstellung. Zeitgenössische Positionen greifen auf dieses Wissen zurück, agieren dabei jedoch meist assoziativ und hinterfragen den Kern des Begriffs Kybernetik selbst: Systeme – wie sie aufgebaut sind, wie sie wirken und wie sie auf vielfältige Weise konstruiert werden.

Images: com

Ein Rückblick auf die Eröffnung von „A.rtificial I.ntrospection O.“, kuratiert von Sandro Droschl mit Franca Zitta vor e...
11/06/2026

Ein Rückblick auf die Eröffnung von „A.rtificial I.ntrospection O.“, kuratiert von Sandro Droschl mit Franca Zitta vor einigen Wochen in der HALLE FÜR KUNST Steiermark!

Die Ausstellung mit Werken von u.a. Oswald Wiener, Jenna Bliss, Günter Brus, VALIE EXPORT, Tishan Hsu, Morag Keil, Josh Kline, Michael Krebber, Maria Lassnig, Ken Okiishi, Walter Pichler, Rudolf Polanszky, Dieter Roth, Agnes Scherer, Tiffany Sia, Franz West und Ingrid Wiener, untersucht die Beziehung zwischen menschlichem Bewusstsein, Introspektion, Kybernetik und KI auf der Grundlage von Oswald Wieners Ideen, interpretiert von seinen Zeitgenossen sowie von aktuellen Künstler:innen. Wir danken allen Künstler:innen sowie Thomas Eder und Thomas Raab, dem Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung und dem Literaturhaus Graz, Klaus Kastberger und Daniela Bartens sowie Cathy Fiscus, ChertLüdde, Felix Gaulitz, der Franz-West-Privatstiftung, Udo Huber, dem Brus-Archiv Graz, Heinz Neumann, der Charim Gallery, Isabella Bortolozzi, der Galerie Konzett, der Galerie Krinzinger, der Maria-Lassning-Stiftung, der Lisson Gallery, dem MAK Museum für Angewandte Kunst, manuskripte, der Maxwell Graham Gallery, dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, Reena Spaulings Fine Art, Axel Stockburger, sixpack films und ORF.

Images: com
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Ken Okiishis „25 jan. 2025“ ist Teil unserer aktuellen Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ und untersucht die in...
10/06/2026

Ken Okiishis „25 jan. 2025“ ist Teil unserer aktuellen Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ und untersucht die instabile Beziehung zwischen digitalen Bildern, physischer Präsenz, Wahrnehmung und Erinnerung. Das Werk kombiniert eine Abfolge digitaler Bilder, die auf einem Monitor angezeigt werden mit ausdrucksstarken Pinselstrichen, die direkt auf den Bildschirm gemalt wurden, und schafft so ein vielschichtiges visuelles Erlebnis, in dem die gemalten Spuren abwechselnd sichtbar und verdeckt werden. Durch die Gegenüberstellung von Bildern, die von einem Porträt von Luigi Mangione bis hin zu anderen Gesichtern und Nahaufnahmen reichen, verdeutlicht Okiishi, wie Bedeutung eher durch Mediensysteme und technologische Prozesse als durch direkte Wahrnehmung geprägt wird. Die gemalten Gesten suggerieren Berührung und körperliche Präsenz, während sie gleichzeitig die Distanz zwischen den Betrachtern und den digitalen Darstellungen betonen. Durch dieses Wechselspiel von Malerei, Video und bildschirmbasierten Darstellungen offenbart Okiishi die Wahrnehmung als einen dynamischen, instabilen Prozess, in dem physische Gesten, digitale Daten, Interpretation und Subjektivität kontinuierlich miteinander interagieren, sich verschieben und neu definieren.

Images:
Ken Okiishi, 25 jan. 25, 2025
Acrylfarbe auf Mylar, Monitor, .mov File (Farbe, ohne Ton)
121,9 × 68.6 × 9,5 cm
Courtesy Reena Spaulings Fine Art, New York und Pilar Corrias, London

Adresse

Burgring 2
Graz
8010

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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