08/09/2026
Auf den Spuren der Sammlung Sándor Wolf
Wie verlief das Schicksal der berühmten Judaica-Sammlung von Sándor Wolf aus Eisenstadt? Unser Team geht dieser Frage derzeit nach – in wissenschaftlicher und historischer Literatur, in alten Zeitungen und nun auch in den Restitutionsmaterialien im Archiv des Bundesdenkmalamtes.
1938 wurde Sándor Wolfs Sammlung beschlagnahmt und ihm als jüdischem Sammler entzogen. Sándor Wolf starb 1946. Erst acht Jahre später, 1954, wurde die Sammlung an seine Schwester und Erbin Frieda Löwy rückgestellt.
Diese wenigen Spuren geben einen ersten Einblick in die bewegte Geschichte der Sammlung – mehr davon gibt es bald auf der Smart Map of Jewish History: www.jewishsmartmap.eu
Abbildung: Synagogales Handwaschbecken, vermutlich Bezalel, 1910. Dauerleihgabe des Landesmuseums Burgenland an das Österreichische Jüdische Museum, Inv.-Nr. 53.223. Foto: Hans Wetzelsdorfer / © ÖJM.
Literaturhinweise:
Baumgartner, G., Fennes, A., Greifeneder, H., Schinkovits, S., Tschögl, G., Wendelin, H. (2004): „Arisierungen“, beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen im Burgenland. Wien: R. Oldenbourg Verlag.
Heimann-Jelinek, F., Schmid, D. (2024): 7. Die Judaica-Sammlung Sándor Alexander Wolf. In: „Eine Krone mit Verzierungen samt Glöckl und Steinen“. Judaica-Sammlungen in Österreich. Wien: Böhlau Verlag.