Marmormuseum Adnet

Marmormuseum Adnet Adnet ist für seinen rötlichen Marmor weltberühmt. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 1992 das Marmormuseum Adnet gegründet, welches über die Entstehung, den Abbau

Spaltenfüllung im PlattenbruchAktualismus bezeichnet in der Geologie die Regel, dass geologische Vorgänge der Gegenwart ...
10/02/2026

Spaltenfüllung im Plattenbruch

Aktualismus bezeichnet in der Geologie die Regel, dass geologische Vorgänge der Gegenwart auch in der Vergangenheit stattgefunden haben. Vulkanismus, Erdbeben, Tsunamis oder Meteoriteneinschläge beobachten wir heute ebenso wie in früheren Erdzeitaltern.

Wenn sich Kontinentalplatten bewegen oder der Untergrund instabil wird, entstehen Hangrutschungen und Felsstürze – nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser. Trübeströme (Turbidite) rasen wie Lawinen Kontinentalhänge hinunter, formen untermeerische Canyons und beschädigen dabei etwa Unterseekabel oder Pipelines.

Öffnen sich Kontinentalplatten oder reißt der Untergrund durch Bewegungen eines darunterliegenden Salzstockes auf, entstehen Spalten. Hebungen, Absenkungen und Kippungen verursachen zusätzliche Fugen und Risse. Die Verfüllung dieser Spalten erfolgt meist von oben. Bereits 1903 fand der österreichische Geologe Franz Wähner in den bunten Spaltenfüllungen des hellen Riffkalks im Kirchenbruch (Sorte Urbano) Ammoniten aus der Jura-Zeit.

Solche Fossilien erlauben die Altersbestimmung der Spalten. Reißt der Meeresboden auf, „heilt“ die Natur diese Wunden durch Auffüllung mit neuem Material – selbst erdgeschichtliche Wunden schließen sich wieder.

Eine in der Jura-Zeit entstandene Spalte ist heute im östlichen Teil des Plattenbruches in der Schnittwand sichtbar. Hier wurde eine Spalte der roten Jura-Schichten erneut mit rotem Material aufgefüllt (siehe 1. Bild). Dieses besteht aus feinem Ton, Sand und zerbrochenen Seelilienstielgliedern – erkennbar im zweiten Bild.

Der griechische Philosoph Heraklit stellte bereits um 500 v. Chr. fest, dass alles im Fluss ist: „Panta rhei“ – alles verändert sich. Stillstand bedeutet Erstarrung. Auch die Erdgeschichte ist ein Zeugnis ständigen Wandels.

- Veränderung gehört zum Leben.

Neuer Bischofssitz aus Adneter MarmorAm Samstag, den 24.01.2026, wurde Josef Grünwidl im Wiener Stephansdom zum Bischof ...
02/02/2026

Neuer Bischofssitz aus Adneter Marmor

Am Samstag, den 24.01.2026, wurde Josef Grünwidl im Wiener Stephansdom zum Bischof geweiht und als neuer Erzbischof von Wien in sein Amt eingeführt.
Einen ganz besonderen Moment markierte der Augenblick, in dem er zum ersten Mal auf seiner Kathedra, dem Bischofssitz, Platz nahm – damit trat er sein Amt offiziell an.

Die Kathedra ist ein hervorgehobener Sitz in der Nähe des Altares und unterscheidet sich deutlich von den Stühlen anderer Würdenträger. Sie steht für die geistliche Vollmacht des Bischofs.
Der neue Bischofsstuhl besteht aus Stein – aus Adneter Marmor, einem Material mit tiefen Wurzeln in der Region.

🎥 Hier die neue Kathedra auf YouTube ansehen:
https://m.youtube.com/watch?v=AVEar0Uozws

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Unterkiefer eines KopffüßersDie Ammoniten und Nautiliden der Trias- und Jurazeit hatten einen Kieferapparat, bestehend a...
14/01/2026

Unterkiefer eines Kopffüßers

Die Ammoniten und Nautiliden der Trias- und Jurazeit hatten einen Kieferapparat, bestehend aus einem Unter- und Oberkiefer. Vom Aussehen her ähnelte der Unterkiefer einem Vogelschnabel. Solche Unterkiefer wurden als Rhyncholites beschrieben.

Später entwickelte sich dieser Kieferapparat weiter zu den Aptychen, die man meist paarweise und in Zusammenhang mit Ammoniten fand. So wurden sie anfänglich als Verschlussdeckel für ein Ammonitengehäuse gedeutet.

- Bild 1: Ein kleiner Unterkiefer aus dem großen Plattenbruch (Wimbergerbruch, Kieslinger XXVIII).
- Bild 2: Ein Modell eines Nautilus der französischen Spielzeugfirma Papo, ca. 8 cm lang.

Hat es der Adneter Marmor auf einen Weihnachtsmarkt geschafft?In den „Fressmeilen“ auf den Weihnachtsmärkten gibt es mei...
09/12/2025

Hat es der Adneter Marmor auf einen Weihnachtsmarkt geschafft?

In den „Fressmeilen“ auf den Weihnachtsmärkten gibt es meist viel zu trinken und zu essen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Wiener Karlsplatz sticht da mit seiner Handwerkskunst positiv heraus.

Und sieh da, es gibt da auch einen Stand auf dem Adneter Marmor zu finden ist. Auf dem Stand der „Tauern Manufaktur“ von Robert Schneider aus Bischofshofen gibt es alles aus Stein: Steinheizungen, Bierkrüge, Duft- und Räucherlampen, Ohrschmuck und Schlüsselanhänger und vieles mehr. Es sind einzigartige und einmalige Kunststücke aus Stein handgemacht für Harmonie und Wohlbefinden. Neben Marmorkugeln liegt auch einen Korb mit ein paar Steinen aus Adneter Tropfmarmor.

🌿 Launen der Natur 🌿Die Gelehrten früherer Zeiten kannten noch keine Fossilien. Gegenstände, die man in das damals gängi...
09/09/2025

🌿 Launen der Natur 🌿

Die Gelehrten früherer Zeiten kannten noch keine Fossilien. Gegenstände, die man in das damals gängige Weltbild nicht einordnen konnte, wurden als Lusus naturae (Spiele der Natur) bezeichnet. Es waren sozusagen Launen der Natur. Unser heutiges Klassifikationsschema entstand erst im 17.Jahrhundert.

Als ich einmal am Ufer der Salzach entlang spaziert bin, sprang mir zwischen den Steinen ein Stück Treibholz ins Auge. Es sah entfernt aus wie der Kopf eines Sauriers.

Ich habe die Künstlerin Ruth Rindlisbacher-Holzinger aus Villach dann gebeten, die Konturen mit Farbe deutlicher nach zu zeichnen. So ist aus dem Holztrumm ein Saurier geworden, der nun mit Auge und Zähnen auch bestimmt werden konnte: es handelt sich um einen Dendrosaurus salzachensis. Es ist ein Erstfund und wird wohl auch einzigartig bleiben.

Ruth Lindisbacher-Holzinger arbeitet gerne mit Dingen, die ihr vor die Füße kommen. So entstehen z.B. aus Treibholz Unikate, die als Begleiter im Wohnumfeld wieder Bedeutung bekommen.

www.hoztrumm.at

📍 Marmorweg in Adnet – Alles hat zwei SeitenBeginnt man den Marmorweg beim Gemeindeamt, führt der Weg vorbei an Kirche u...
13/08/2025

📍 Marmorweg in Adnet – Alles hat zwei Seiten

Beginnt man den Marmorweg beim Gemeindeamt, führt der Weg vorbei an Kirche und Pfarramt, danach geht der Weg links ab und führt hinein in den Wald unter der imposanten Felswand. 🏞️

Dort liegt ein scheinbar unscheinbarer Felsblock – doch wer genauer hinsieht, entdeckt Geschichte:
🪨 Ein Block aus Riffkalk (Sorte Urbano), durchzogen von grauen und rötlichen Spaltenfüllungen.
Diese Spalten erzählen von längst vergangenen Zeiten – sogar Ammoniten aus der Jurazeit wurden hier gefunden! 🐚

Auch andere Steinbrüche in Adnet zeigen diese faszinierenden Strukturen. Sie sind Zeugen geologischer Prozesse, die sich über Millionen Jahre erstrecken.
Franz Wähner, ein österreichischer Geologe und Paläontologe, hat in Adnet bereits 1903 in solchen Spaltenfüllungen Ammoniten aus der Jurazeit gefunden.
Auch im Kiefer Scheckbruch (Kieslinger XXIIa) gibt es solche Spalten. Dort führen sie quer durch das Scheckgestein. Das heißt, dass diese Spalten erst nach dem Abgleiten der Schecklagen entstanden sind. Das rote Füllmaterial ist in diesen Spalten jedoch nicht so stark verfestigt und verwittert leicht bröselig.

🔍 Wie die Römer schon sagten: „Audiatur et altera pars“ – auch die andere Seite soll gehört werden.
Denn selbst Steine haben zwei Seiten. Und manchmal erzählen sie mehr, als man auf den ersten Blick erkennt.

➡️ Komm vorbei, entdecke den Marmorweg und sieh selbst!

Lichtscheue WesenTrolle gibt es nicht erst in unserer Zeit als Phänomen im Internet. In der Computerwelt werden Benutzer...
01/08/2025

Lichtscheue Wesen

Trolle gibt es nicht erst in unserer Zeit als Phänomen im Internet. In der Computerwelt werden Benutzer als Internet-Trolle bezeichnet, die durch das Posten provokanter Kommentare versuchen, bei anderen, starke Reaktionen auszulösen. Sie wollen in Online Communities (Foren, Chatrooms, Blogs, …) einen Krieg der Worte entfachen. Meistens geben sie ihre Identität allerdings nicht preis. Sie sind lichtscheu wie jene Trolle, die wir aus uralten Zeiten kennen. Wie die Vampire vertragen die Trolle der Sagenwelt auch kein Licht. Dem Sonnenlicht ausgesetzt erstarren sie zu Stein.

In der norwegischen Sage „Torghattan“ ergeht es sieben Trolljungfrauen folgendermaßen: Der Trollprinz „Hestmannen“ verfolgte sie, weil er eine von den sieben Schwestern zur Frau haben will. Auf der Flucht vor dem Trollprinzen sanken sie aber erschöpft zu Boden und schliefen ein. So übersahen sie den Tagesanbruch und erstarrten zu Stein als die Sonne aufging. Seither bilden sie die „Sieben Schwestern“, eine beeindruckende Bergformation mit sieben Gipfeln in der norwegischen Region Nordland, deren Zentrum die Stadt Bodø ist.

Zur Region Nordland gehören auch die Inselgruppen Lofoten und die südlichen Vesterålen. Auf den Lofoten bin ich heuer auch einem Troll begegnet. Gut getarnt als Moos auf einem Stein habe ich ihn erst auf den zweiten Blick erkannt (siehe erstes und zweites Bild). Danach aber sind mir die zu Stein gewordenen Trolle fast überall untergekommen – selbst in der Brandungszone des Meeres. Sie haben sich dort mit Blasentang gut getarnt. Bei genauem Hinschauen entdeckt man sie aber (siehe Bild drei und vier).

Es gilt wohl für alle Arten von dunklen Wesen, dass sie nicht aufgedeckt werden wollen. Fällt Licht auf ihre Machenschaften, verlieren sie ihren Einfluss. Sobald man den Namen des Rumpelstilzchens kennt, ist der Zauber gebannt. Das erinnert mich an ein afrikanische Sprichwort „Ein Flusspferd, das du sehen kannst, wirft dein Boot nicht um“. Nur wenn es abtaucht und unter das Boot schwimmt, wird es gefährlich. Auch bei Familienaufstellungen ist mir das schon in ähnlicher Form untergekommen. Oft geht es da um ein Thema oder eine verleugnete Person, deren Einfluss auf die Familie übermächtig ist. Anzuerkennen, dass da etwas ist, ist der Schlüssel zur Lösung - nach dem Motto: „Ich sehe dich“. Ich erkenne und anerkenne, dass du da bist oder dass da etwas ist. Ein Problem, das man sehen kann, ist nur mehr halb so groß. Also Augen auf und durch.
A.K.

Fotos: © Arnold Kretschmer, Marmormuseum Adnet

Adresse

Adnet 18
Adnet
5421

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Das Marmormuseum

Adnet ist für seinen rötlichen Marmor weltberühmt. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 1992 das Marmormuseum Adnet gegründet, welches über die Entstehung, den Abbau und die Verwendung des edlen Steins informiert.