Marmormuseum Adnet

Marmormuseum Adnet Adnet ist für seinen rötlichen Marmor weltberühmt. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 1992 das Marmormuseum Adnet gegründet, welches über die Entstehung, den Abbau
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MagnesitAuf einem einzigen Handstück der Sammlung des Marmormuseums ist noch der Name der Firma Robert zu finden:       ...
03/05/2020

Magnesit

Auf einem einzigen Handstück der Sammlung des Marmormuseums ist noch der Name der Firma Robert zu finden:

ROBERT & Comp.,

Marmor-Waaren-Fabrik

in Oberalm bei Salzburg.

Mit der Hand (heute nur mehr schwer lesbar) wurde noch der Fundort in schwarzer Tinte hinzugefügt: Mühlbach. Es dürfte sich um Mühlbach am Hochkönig handeln. Die Rückseite des Handstückes zeigt eine Braunfärbung. Diese häufig zu beobachtende Braunfärbung der Rohmagnesite infolge von Limonitbildung durch Verwitterung ist auf den Eisengehalt zurückzuführen.

Die drei Brüder der Familie Robert Louis, Florent und Justin betrieben ein bedeutendes Handelshaus in Wien. Justin wurde Inhaber und Leiter der „k. k. privilegierten chemischen Produktenfabrik Robert & Companie“ in Oberalm. Das Unternehmen stellte vor allem Farbwaren und Chemikalien her. 1827 wurde es durch eine Glashütte erweitert, die Flaschen- und Glasballons und später auch Tafelglas herstellte. Dazu kam 1836 noch eine eigene Faßbinderei. Da sich die Absatzmöglichkeiten für chemische Produkte aber verschlechterten, wurden ab 1852 aus farbigem Glas auch Glasmosaike hergestellt. 1856 begann dann Justin Robert auch mit der Verarbeitung des heimischen Marmors zu Mosaiken. In weiterer Folge erwarb Justin Robert 1861 den Kirchenbruch und 1864 den Motzenbruch in Adnet

Grabstein in Wien MeidlingEin Grabstein aus Adneter Marmor eines 1472 gestorbenen kaiserlichen Baumeisters - gefunden in...
31/01/2020

Grabstein in Wien Meidling

Ein Grabstein aus Adneter Marmor eines 1472 gestorbenen kaiserlichen Baumeisters - gefunden in Wien 12. , Altmannsdorf – ist im Bezirksmuseum Meidling zu besichtigen. Auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums kann man den Grabstein von außen (gleich neben dem Eingang zum Museum linker Hand) durch die Glasscheibe bewundern. Umgekehrt befindet sich in unserem Schmiedemuseum auf dem Marmorweg ein in Wien Meidling hergestellter Blasebalg für die Esse der Schmiede.

Dieser Stein weist darauf hin wie früh schon die Beziehungen des Kaiserhauses zum Adneter Marmor vorhanden waren. Wenige Jahre später ist dann das berühmte Grabmal für Kaiser Friedrich III. im Wiener Stefansdom aus der seltenen Adneter Marmorsorte Mandlscheck geschaffen worden.

Grabplatte in MondseeGrabplatten aus Adneter Marmor finden wir in unzähligen Kirchen. Eingelassen in den Fußböden wurden...
17/01/2020

Grabplatte in Mondsee

Grabplatten aus Adneter Marmor finden wir in unzähligen Kirchen. Eingelassen in den Fußböden wurden viele von ihnen über die Jahrhunderte so abgetreten, dass man deren Beschriftungen nicht mehr erkennen und lesen kann. Heute zieren sie - aufgestellt an den Innen- oder Außenwänden noch immer die Kirchen. Die meisten von ihnen sind aus Adneter Rotmarmor der Sorte Wimberger. Eine Ausnahme bildet ein bemerkenswerter Stein aus Adneter Scheck in der Pfarrkirche St.Michael (ehemaligen Stiftskirche der Benediktiner-Abtei) in Mondsee. Sie zeigt einen kirchlichen Würdenträger mit Krummstab.

Die Wurzeln des Krumm- bzw. Hirtenstabes gehen bis ins alte Ägypten zurück. Im Alten Ägypten war er ein Herrschaftszeichen von Göttern und Pharaonen (Heka-Szepter). Im altägyptischen Totenbuch gehörte der Hirtenstab z.B. zur Ausrüstung des Gottes Osiris. Mit diesem Stab besaß der Gott Osiris die Macht, über Leben und Tod zu entscheiden. In vielen Ländern wurde der Krummstab später als religiöses Herrschaftssymbol übernommen.

Das Grabmal der Kaiserin Eleonore von Portugal in Wiener NeustadtEleonore von Portugal (geb. 18. 9. 1436 in Torres Vedra...
26/12/2019

Das Grabmal der Kaiserin Eleonore von Portugal in Wiener Neustadt

Eleonore von Portugal (geb. 18. 9. 1436 in Torres Vedras bei Lissabon) war die Frau von Kaiser Friedrich III. und Mutter Maximilians I. Sie war eine Tochter König Eduards von Portugal und heiratete im Alter von 16 Jahren Friedrich III. (1452). Sie hielt sich vor allem in Wiener Neustadt auf und brachte hier auch einige ihrer sechs Kinder zur Welt, von denen nur Maximilian und Kunigunde das Kindheitsalter überlebten. Sie selbst starb im Alter von nur 31 Jahren am 3. September 1467 in Wiener Neustadt und wurde auf ihren Wunsch in der Nähe ihrer verstorbenen Kinder in der Neuklosterkirche beigesetzt. Das Grabmal befindet sich im Chor der Neuklosterkirche an der Chorwand neben der Sakristeitür – direkt gegenüber von den Grabplatten ihrer Kinder aus rotem Adneter Marmor.

Das aus Adneter Mandelscheck gefertigte Grabmal der Eleonore von Portugal wurde von dem 1467 nach Wiener Neustadt gekommenen niederländischen Bildhauer Niclas Gerhaert van Leyden im Auftrag Kaiser Friedrichs III. ausgeführt. Die Darstellung der Kaiserin als mittelgroße Relieffigur beeindruckt durch die großzügige Feierlichkeit der Komposition. Als Zeichen der Würde der Verstorbenen sind ihr Mitrakrone, Szepter und Reichsapfel beigegeben.

Der Mandelscheck ist eine besondere Variante des Adneter Scheckmarmors - ohne die auffallenden weißen Zwischenfüllungen aus Kalkspat, aber mit einem Knollengefüge aus roten und gelben Geröllen. Besonders schön ist dies am Reichsapfel zu erkennen.

Verschlimmbessert – Die Opernpassage in WienDie Kreuzung der Kärtnerstrasse mit der Ringstrasse in Wien zählte Anfang de...
09/12/2019

Verschlimmbessert – Die Opernpassage in Wien

Die Kreuzung der Kärtnerstrasse mit der Ringstrasse in Wien zählte Anfang der 1950er Jahre zu den unfallreichsten Wiens. Täglich überquerten rund 90.000 Fußgänger diese Kreuzung. Um die Kreuzung zu entlasten, entschloss man sich eine unterirdische Fußgängerpassage zu errichten. Am 4.11.1955 – einen Tag vor der Wiedereröffnung der Staatsoper - fand die Eröffnung der Passage nach einer nur achtmonatiger Bauzeit statt. Der Entwurf der Opernpassage stammt vom Architekten Adolf Hoch. Die Passage hat einen ellipsenförmigen Grundriss und war ein Symbol für die moderne Nachkriegszeit in Wien.

Durch mehrere Renovierungen hatte sich das originale Erscheinungsbild jedoch verändert. Der ursprüngliche PVC-Boden und die mit Linoleum verkleideten Säulen konnten bei der neuerlichen Sanierung (2011 – 2013) aus Brandschutzgründen jedoch nicht mehr wiederhergestellt werden. So wurde leider auch der wunderschöne Adneter Scheckmarmor, mit dem die 32 Rundsäulen und die Aufgänge inzwischen verkleidet worden waren, weggerissen und durch bedrucktes Glas ersetzt. Am heurigen Tag des Denkmals kamen zahlreiche Passanten am Tag-des-Denkmals-Info-Stand der Technischen Uni vorbei und beschwerten sich, wie man so etwas zulassen kann. Der optische Eindruck ist nicht verbessert, sondern verschlechtert worden und alles nur um einen angeblichen Originalzustand wiederherzustellen. Schöner, edler Stein musste etwas weichen, was dem ursprünglichen Zustand nur nachempfunden ist und noch dazu einfach scheußlich ausschaut

St.Georgen: Grabstein des Abtes Otto Preuner1965 wurde bei der Kirchenrestaurierung in St. Georgen im Attergau ein Grabs...
28/10/2019

St.Georgen: Grabstein des Abtes Otto Preuner

1965 wurde bei der Kirchenrestaurierung in St. Georgen im Attergau ein Grabstein aus Adneter Marmor gefunden. Das Flachrelief zeigt den vermutlichen Kirchenstifter Otto Preuner (1360-1398). Er wird „Gutthätter der Kirche“ genannt, weil er den Kirchenneubau vorbereitete. Die Inschrift lautet: „Im Jahr des Herrn 1400 starb der Herr Otto in unserer Benennung Preuner, Leutpriester dieser Kirche, am Tag des Hl-Apostel Matthäus“ (= 24. Feb.). Heute ist dieser prächtige Stein beim Kirchenportal der Kirche von St. Georgen aufgestellt.

Der Oberalmer DingtischDas Wappen der Gemeinde Oberalm bei Hallein ziert ein roter viereckiger Tisch mit einem grünen Ba...
28/10/2019

Der Oberalmer Dingtisch

Das Wappen der Gemeinde Oberalm bei Hallein ziert ein roter viereckiger Tisch mit einem grünen Baum dahinter. Es zeigt den alten Dingtisch und die daneben stehende große Dorflinde an der Straße zur Kirche von Oberalm. Bei diesem heute wiederum stattlichen Baum handelt es sich um eine Sommerlinde. Sie wurde 1908 zum Gedächtnis an Kaiser Franz Joseph neu gepflanzt. Die Linde symbolisiert im keltischen Baumkreis Gerechtigkeit und Harmonie. Auch bei den Germanen war die Linde der Baum unter dem Recht gesprochen wurde (Gerichtslinde).

Der Steintisch selbst besteht aus einer großen, roh behauenen Platte aus Adneter Marmor (Sorte „Wimberger“). Sie misst 1,25 Meter im Quadrat und ist 15 cm dick. Es ist der einzige im Land Salzburg noch original erhaltene Schrannentisch. Das Wort Schranne ist abgeleitet vom althochdeutschen Wort scranna (Stuhl, Bank) und dem mittelhochdeutschen schranne (Tisch, Bank). Auch das italienische Wort scranna bedeutet Richterstuhl. Der Tisch diente bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Gerichtsstätte (Thing/Thaiding = Gerichtsversammlung), wo das Landrecht verkündet und Recht gesprochen worden ist. Das Dorfgericht war die erste Instanz der Gerichtsbarkeit. Die übergeordnete Instanz war das Pfleggericht (Landgericht) als zweite Instanz. Da der Ort der Rechtsprechung meist zentral gelegen war, entstanden um ihn herum oft Märkte.

Benediktinerstift MondseeDer Reichtum des ehemaligen Benediktinierstiftes Mondsee zeigt sich noch heute in der marmornen...
26/08/2019

Benediktinerstift Mondsee

Der Reichtum des ehemaligen Benediktinierstiftes Mondsee zeigt sich noch heute in der marmornen Pracht der Pfarrkirche St.Michael in Mondsee. Zahlreiche Grabplatten aus Adneter Marmor zieren die Wände der Basilika. Ein besonders schönes Stück ist auch das Taufbecken aus Adneter Scheckmarmor.

Für große Werkstücke wie Taufbecken waren dünnplattige Steine jedoch nicht geeignet. An den Schichtfugen wären sie bei der Bearbeitung zersprungen oder die einzelnen Lagen hätten sich im lauf der Zeit voneinander abgelöst. Eine hervorragend geeignetes Material auch für größere Objekte bildete jedoch der massige Adneter Scheckmarmor.

Beim Scheck handelt es sich um eine Knollenbreckzie, die aus einzelnen, roten oder grauen, von weißem Kalkspat umgebenen Knollen besteht. Entstanden ist dieser Stein durch Wiederaufarbeitung von zumindest teilweise bereits verfestigtem Material durch tektonische Vorgänge. Es kam zu untermeerischen Rutschungen und neuerlicher Ablagerung des Materials in tieferen Bereichen. Die freien Räume zwischen den Knollen wurden im Lauf der Zeit durch Kalkspat ausgefüllt. So entstand das scheckige Muster von rot und weiß.

Ein fossiles Riff im WestbahnhofDer alte Westbahnhof in Wien war 1859 gebaut worden und im April 1945 bei Kampfhandlunge...
12/08/2019

Ein fossiles Riff im Westbahnhof

Der alte Westbahnhof in Wien war 1859 gebaut worden und im April 1945 bei Kampfhandlungen in Brand geschossen und schwer beschädigt worden. 1949 entschloss man sich ihn völlig abzureißen und wieder neu aufzubauen. 1951 wurde der neue Westbahnhof wieder eröffnet. Viel Adneter Stein kam beim Wiederaufbau zum Einsatz. Der zentrale Bereich ist die große, vom Gürtel her durch zwei Zugänge zu betretende Eingangshalle. Sie steht heute unter Denkmalschutz. Neben den großen Säulen in dieser Halle, die mit grau-gelbem Langmoos-Marmor verkleidet sind, gibt es auch viele Wandverkleidungen aus buntem Tropfmarmor.

Die meisten Besucher des Westbahnhofes sind jedoch so in Eile, dass sie die herrlichen Korallenriffplatten nicht beachten. Speziell in den beiden kurzen Eingangsbereichen sind die seitlichen Wände mit herrlichen Platten aus Hell- und Rottropf verkleidet, die auch noch nach 200 Millionen Jahren so manches Detail verraten. Man findet Einzelkorallen, Muscheln oder auch Seeigelstacheln. Bei den Korallenstöcken der Steinkorallen sind die ursprünglichen Strukturen bei der Gesteinsbildung jedoch meist aufgelöst und umkristallisiert worden. So erscheinen die Querschnitte der Korallenäste heute nur mehr als helle „Tropfen“ aus Kalzit. Es gibt jedoch einzelne Bereiche wo durch eingedrungenes, buntes Material die ursprüngliche Struktur der sternförmigen Wände der Korallenpolypen erhalten geblieben ist. Es lohnt sich ein paar Minuten innezuhalten und nach diesen fantastischen Strukturen zu suchen.

Eine bunte MuschelbankIn der fast 50 Meter hohen Wand des Kirchenbruchs wurde in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren des...
22/07/2019

Eine bunte Muschelbank

In der fast 50 Meter hohen Wand des Kirchenbruchs wurde in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren des letzten Jahrhunderts der helle, oberrhätische Riffkalk noch mittels Presslufthämmern gewonnen. Bei Sonnenschein blendete der weiße Stein und die Sonne heizte die Wand auf. Aufgrund des gleichzeitig großen Lärms und Staubes war dies eine äußerst anstrengende Arbeit. Oft waren den ganzen Tag lang die die Presslufthämmer zu hören. In der Brecheranlage am Fuß der Wand wurde das Gestein dann zu Splitt zerkleinert. Dieser fast weiße Splitt wurde hauptsächlich für die Kunststeinerzeugung (Terrazzokörnung) , aber auch für Kieswege benutzt.

Im Jahr 1964 wurde im Kirchenbruchs eine Großsprengung durchgeführt. Eines der Bohrlöcher ist jedoch ausgefahren und es ergoss sich ein Gesteinssplitterregen über Teile des Dorfes. Ein kopfgroßer Brocken hat sogar das Kirchendach durchschlagen, ist von einem der Dachbalken abgeprallt und hat auf der anderen Seite das Kirchendach nochmals durchschlagen und ist dann im Friedhof liegen geblieben.

Das war dann auch das Aus für weitere Sprengungen im Kirchenbruch. Eine Zeitlang wurde noch Gestein von dem darüber liegenden Tomannbruch (Kieslinger VI.) über die Kirchenwand hinunter gekippt und in der Brecheranlage zerkleinert. Heute ist der Kirchenbruch stillgelegt und so ist das helle Gestein mehr und mehr verwittert. Die Kirchenwand zeigt heute nur mehr in einem mehr oder weniger gleichförmigen Grau.

Bei dieser Großsprengung wurde jedoch auch eine bunte Muschelbank (Lumachelle) freigelegt. Für den Steinbruchbetrieb war diese Einlagerung störend. Die bunten Trümmer mussten aussortiert werden. Aber es wurden daraus viele schöne Vasen, Marmorkugeln und andere Ziergegenstände hergestellt.

Alte Abbaumethoden: 3. Die Loch-an-Loch-BohrmethodeDie abzubauenden Blöcke werden bei dieser Methode durch eng aneinande...
08/07/2019

Alte Abbaumethoden: 3. Die Loch-an-Loch-Bohrmethode

Die abzubauenden Blöcke werden bei dieser Methode durch eng aneinander liegende, senkrechte Bohrungen mittels Presslufthammer freigelegt und dann mit Keilen aufgetrieben. Die stehengebliebenen Abbohrflächen zeigen dann eine Art Kannelierung, also senkrechte, wellenförmige Furchen ähnlich den früher benutzten Waschrumpeln. Durch den fortschreitenden weiteren Abbau gehen solche Beispiele von Abbohrflächen jedoch mehr und mehr verloren. Ein schöner Block mit solchen Rillen ist auf dem Marmorweg bei der alten Schmiede zu sehen.

EntfärbungshöfeIn den roten Adneter Marmoren, speziell bei den Sorten Wimberger und Altentaler, sind häufig kreisrunde B...
13/05/2019

Entfärbungshöfe

In den roten Adneter Marmoren, speziell bei den Sorten Wimberger und Altentaler, sind häufig kreisrunde Bereiche zu finden, die zu lichten, gelb-grauen Bereichen „gebleicht“ sind. Eigentlich sind es kugelförmige Gebilde, die im Querschnitt Kreise bilden. Diese Kreise können einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern erreichen. Im Mittelpunkt dieser Kreise findet man oft einen schwarzen Kern.

Es handelt sich hier nicht um Fossilien. Durch Lösungen in Gestein entsteht aus den dunklen Vanadium-Verbindungen im Kern Vanadin-Schwefelsäure. Diese Säure löst den roten Farbstoff (Hämatit = dreiwertiges Eisenoxid) auf und wandelt ihn chemisch zu zweiwertigem Eisenoxid um. Somit verliert das Gestein in diesem Bereich seine ursprünglich rote Farbe.


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Schloss Mirabell: Gebaut wurde das Schloss Mirabell 1606 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Gelieb...
22/04/2019

Schloss Mirabell:

Gebaut wurde das Schloss Mirabell 1606 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Geliebte Salome Alt, einer Salzburger Bürgertochter mit der er 15 Kinder hatte. Ursprünglich hieß es Schloss Altenau und lag außerhalb der damaligen Stadtmauern. Nach dem Tode Wolf Dietrichs (1617) wurde es durch seinen Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems in Schloss Mirabell umbenannt. Mirabell ist ein weiblicher Vorname aus dem Italienischen mirabile (bewundernswert) und bella (schön).

1721 bis 1727 ließ Fürsterzbischof Franz Anton Fürst von Harrach das Schloss Mirabell nach Plänen von Lukas von Hildebrandt im barocken Stil großzügig umbauen und erweitern. 1818 wurde das Schloss beim großen Stadtbrand schwer beschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte im damaligen nüchternen klassizistischen Stil. Sehenswert sind die Engelstreppe mit zahlreichen Putten aus Untersberger Marmor von Raphael Donner und der Marmorsaal. Er war der ehemalige Festsaal des Fürsterzbischofs und dient heute als Schauplatz für romantische Hochzeiten. Er gilt als der schönste Trauungssaal der Welt. Sein Boden ziert ein Mosaik aus bunten Platten aus Untersberger und Adneter Marmor.

Bild 1 und 2: Marmorsaal
Bild 3: Raphael-Donner-Stiege

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Hierlatzkalk1886 hatte der Geologe und Paläontologe Georg Geyer (Direktor der Geologischen Bundesanstalt in Wien) bereit...
08/04/2019

Hierlatzkalk

1886 hatte der Geologe und Paläontologe Georg Geyer (Direktor der Geologischen Bundesanstalt in Wien) bereits die Typlokalität des Hierlatzkalkes beschrieben. Der namengebende Hirlatz ist eine Berggruppe im Dachsteinmassiv und besteht aus drei Berggipfeln (Vorderer, Mittlerer und Hinterer Hirlatz) südlich von Hallstatt.

Der Hierlatzkalk (so die korrekte alte Schreibweise) kommt im namengebenden Typusvorkommen als Ausfüllung von Kartshohlräumen, Karren, Kleindolinen und Spalten vor. Es handelt sich um unterliassische, rötliche, spätige Seelilien-Kalke. Entstanden sind sie als Ablagerungen über Untiefen im offenen Meer (Jura-Schwellenfacies).

Seelilien (Crinoiden) sind am Boden verankerte Tiere, die ihre Nahrung aus dem vorbeiströmenden Wasser herausfiltern. Nach dem Tod zerfallen sie in einzelne Stücke (Seelilienstielglieder) oder gar in einen feinkörnigen Sand (Seeliliengrus).

In Adnet kommt der Hierlatzkalk sowohl als Spaltenfüllung als auch als Füllung von Rifftaschen im geologisch älteren, rhätischen Riffkalk vor. Manche dieser Spalten reichen über 50 Meter tief vom Tropfbruch bis zum Fuß der Kirchenwand hinunter. Im massigen Stein der Sorte Motzen kommen die Seelilienstieglieder auch in größerer Anzahl vor. Großteils besteht der Motzen aber aus völlig zerriebenen Seelilienbruchstücken und Seeigelstacheln. Vereinzelt kann man Seelilienbruchstücke auch in der Sorte Wimberger finden.

Bild 1: Marmorkugel aus einer Spaltenfüllung im Tropfbruch

Bild 2: Schale aus Hierlatzkalk von der Blaa-Alm bei Altaussee (hergestellt von Andreas Hofer, Golling).

Bild 3: Füllung einer Rifftasche mit 100% Seeliliengrus (Tropfbruch)

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Adresse

Adnet 18
Adnet
5421

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Das Marmormuseum

Adnet ist für seinen rötlichen Marmor weltberühmt. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 1992 das Marmormuseum Adnet gegründet, welches über die Entstehung, den Abbau und die Verwendung des edlen Steins informiert.

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