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Rotes Leipzig Erinnerungskultur zum antifaschistischen Widerstandskampf und zur revolutionären Arbeiterbewegung im Raum Leipzig.

Heute in Leipzig. Kommt zahlreich.
15/10/2023

Heute in Leipzig. Kommt zahlreich.

"Aus der Geschichte lernen" heißt für uns, auch heute aktiv zu werden. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die Kampag...
12/10/2023

"Aus der Geschichte lernen" heißt für uns, auch heute aktiv zu werden. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die Kampagne "Nieder mit dem Krieg" zu unterstützen.

Aus dem Kampagnenaufruf: "Mit dieser Kampagne erklären wir unsere volle Solidarität mit der kommunistischen und revolutionären Bewegung der Ukraine und Russlands, die den Kampf gegen beide Kriegsparteien und für die Verteidigung der Interessen der Arbeiterklasse führt. Wir vertreten die Position des proletarischen Internationalismus – die Ablehnung des Krieges von beiden Seiten und den Kampf für die Macht der Arbeiterklasse. "

Zum Kampagnenaufruf: https://niedermitdemkrieg.de/

In diesem Interview könnt ihr außerdem mehr über die Kampagne erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=THwwK6wV7qI

und hier konkretes zur Arbeit der ukrainischen und russischen Genossen hören: https://niedermitdemkrieg.de/allgemein/podcast-mit-rksmb-und-rfu/

Am Sonntag (15.10.) findet ab 18 Uhr außerdem eine Veranstaltung mit ukrainischen und russischen Genossen in Leipzig statt - alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Und wenn ihr es nicht nach Leipzig schafft, habt ihr auch in anderen Städten die Möglichkeit zum Gespräch: https://niedermitdemkrieg.de/veranstaltungen/

Morgen ist es soweit! Kommt vorbei!
11/10/2023

Morgen ist es soweit! Kommt vorbei!

Die Stadtgeschichte Leipzigs ist voller Spuren der revolutionären Arbeiterbewegung. Nicht nur Vordenker wir Zetkin, Bebel und die Liebknec...

🚩 Am Donnerstag, den 12. Oktober ab 16:30 Uhr, bieten wir eine Einführung in die Geschichte der revolutionären Arbeiterb...
08/10/2023

🚩 Am Donnerstag, den 12. Oktober ab 16:30 Uhr, bieten wir eine Einführung in die Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung Leipzigs. 🚩 Dazu wollen wir uns die verschiedenen Stationen anhand von Gräbern und Denkmälern auf dem Leipziger Südfriedhof erschließen. Der Rundgang wird zirka 90 Minuten dauern. Treffpunkt ist der Seiteneingang des Südfriedhof, gegenüber der Strassenbahnhaltestelle "Südfriedhof" (erreichbar mit der Straßenbahn 15, ab Hauptbahnhof, oder Augustusplatz).

Liebe Leute, wir suchen für ein Interview-Filmprojekt im Großraum Leipzig-Berlin jemanden mit Erfahrungen beim Aufnehmen...
19/07/2023

Liebe Leute, wir suchen für ein Interview-Filmprojekt im Großraum Leipzig-Berlin jemanden mit Erfahrungen beim Aufnehmen, Schneiden und ggf. für ein paar stylische Animationen. Der Zeitraum und -dauer ist noch unklar. Geld ist knapp und Equipment nicht vorhanden. Du solltest daher, genau wie wir, die Liebe zur Sache mitbringen. Wenn du Interesse hast, dann melde dich bei uns und beschreib vielleicht kurz, was du filmtechnisch so drauf hast.

Auch die Enkel Georg Schumanns versuchen zu verhindern, dass er in Vergessenheit gerät! Auf der kommenden Sitzung des St...
16/05/2023

Auch die Enkel Georg Schumanns versuchen zu verhindern, dass er in Vergessenheit gerät!

Auf der kommenden Sitzung des Stadtrates (Mittwoch, 17.05.) richten wir unsere Aufmerksamkeit auf einen vermeintlich unscheinbaren Tagesordnungspunkt: Der Umzug der Georg-Schumann-Schule auf den Franz-Campus, ihre damit geplante Umbenennung und den Einzug der Petrischule in das dann ehemalige Gebäude der Georg-Schumann-Schule. Der Knackpunkt: Der Name des Antifaschisten Georg Schumann würde an dieser Stelle aus dem Stadtbild verschwinden! Ein Antrag der PdL schlägt vor, dem betreffenden Gebäude den Namen Georg-Schumann-Haus zu verleihen, sodass die Widmung nicht mehr an eine bestimmte Schule geknüpft ist. Mit Appellen zum Namenserhalt wenden sich auch die Enkel Schumanns an den Leipziger Oberbürgermeister. Zu Recht sind sie empört darüber, wie mit dem Andenken an ihren mutigen Verwandten umgegangen sind.

Wir unterstützen das Anliegen zum Erhalt des Namens Georg Schumanns mit unserem Aufruf "Schumann bleibt!" (https://rotes-leipzig.blogspot.com/2023/05/schumann-bleibt.html). Heute Nachmittag werden wir ihn den Ratsfraktionen zusenden - wenn ihr also auch eure Unterstützung für den Namenserhalt zum Ausdruck bringen wollt, schreibt uns eine Mail und wir setzen euch auf die Liste.

Gegen das Vergessen! ✊

13/05/2023

Die ersten Unterzeichner sind da! Wenn ihr auch noch - alls Gruppe oder Person - unterschreiben wollt dann sendet uns eine Email, oder kontaktiert und bei Facebook und Instagram. Hier geht es noch einmal zum Aufruf:
https://rotes-leipzig.blogspot.com/2023/05/schumann-bleibt.html?m=1
DKP Leipzig Kommunistische Partei Deutschlands-KPD VVN-BdA Leipzig e. V. Aufstehen Leipzig Kommunistische Organisation Kommunismus Kongress SDAJ Leipzig AL.LE Arbeiterliederchor Leipzig

13/05/2023
Schumann bleibt!Leipzig blickt seit jeher auf eine reiche Geschichte der Widerständigkeit gegen Ungerechtigkeit und Unte...
10/05/2023

Schumann bleibt!

Leipzig blickt seit jeher auf eine reiche Geschichte der Widerständigkeit gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Vom bürgerlichen Revolutionär Robert Blum, über den sozialistischen Denker Karl Liebknecht bis hin zu dem verdienten Antifaschisten Georg Schumann. Viele Generationen wurden durch die großen Persönlichkeiten in ihrem Denken und Handeln inspiriert und geprägt. Ihre Namen sind zutiefst mit den Leipzigern verwachsen und aus ihrem Alltag nicht wegzudenken.

Umso schockierender ist daher die Nachricht, dass sich beim Umzug der Georg-Schumann-Schule seines Namens entledigt werden soll.

Georg Schumann war eine der bedeutendsten Figuren der Leipziger Widerstandsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands (auch bekannt als Schumann-Engert-Kresse Gruppe) gegen den deutschen Faschismus und seine todbringende Politik. Die Gruppe um Schumann hielt dabei in unzählige Betriebe, sowie Arbeits- und Konzentrationslager Kontakte zu anderen widerständigen Personen und Gruppen. Sie druckten und verteilten Flugblätter und Zeitschriften gegen Krieg und faschistischen Terror und unterstützten politisch Verfolgte und Kriegsgefangene. Sie avancierten zu einer der größten und best organisierten Widerstandsgruppen im gesamten Reich, was dazu führte, dass ein wesentlicher Fokus der faschistischen Repressionsorgane auf sie gerichtet wurde. Während einer Verhaftungswelle im Sommer 1944 wurde Georg Schumann und einige weitere Genossen der Gruppe so wie Otto Engert und Kurt Kresse verhaftet und anschließend schwer gefoltert. Sie sollten die Namen weiterer Widerständler herausgeben, doch blieben sie standhaft und retteten so wahrscheinlich unzähligen Menschen das Leben. Georg Schumann wurde in den kommenden Monaten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung“ verurteilt und am 11. Januar 1945 in Dresden ermordet. Seine Urne wurde auf dem heutigen Ehrenhain der Sozialisten auf dem Leipziger Südfriedhof bestattet.

Der sozialistische Ehrenhain mit seinen Mahn- und Denkmälern, sowie seinen vielen Gräbern war und ist seit 1990 einigen reaktionären und konservativen Politikern ein Dorn im Auge. Der Ehrenhain erinnert an die Kämpfe der Arbeiterklasse und schafft einen Ort des Gedenkens an deren mutige Vorkämpfer. Gräber verdienter Antifaschisten und Sozialisten – auch aus der Schumann-Engert-Kresse-Gruppe – liegen sowohl oberhalb zu Fuße des Denkmals „Sterbender Krieger“ als auch unterhalb im nicht unter Denkmalschutz gestellten Teil des Ehrenhains. Dieses Andenken wird versucht in revanchistischer Manier Stück für Stück zurück zu drängen und somit die Namen der Antifaschisten und Sozialisten aus dem kollektiven Gedächtnis zu verdrängen.

In der angedachten Umbenennung der Georg-Schumann-Schule sehen wir einen erneuten Angriff auf unsere Geschichte und dem Gedenken an sie. Darüber kann auch die Erhaltung der Büste des Antifaschisten Schumann nicht hinwegtrösten. Die Umbenennung setzt ein deutliches Zeichen, dass eine Identifizierung mit den Werten und Idealen Schumanns nicht gefördert werden soll. Besonders heute sehen wir aber einen gesellschaftliche Entwicklung hin zu Ausgrenzung von Minderheiten, steigender Kriegsgefahr und Militarismus, sowie Verarmung von breiten Teilen der Bevölkerung. Daher wäre es besonders wichtig der Jugend eine Perspektive, fernab von Konkurrenz und Hass aufzuzeigen und sich mit fortschrittlichen, lebensbejahenden und antifaschistischen Ideen auseinanderzusetzen.

Wir fordern, dass die Georg-Schumann-Schule ihren Namen behält!

Keine weitere Abrechnung mit unserer antifaschistischen Geschichte!
Wir stehen zu ihr und ihren tapferen Vorkämpfern!
Schumann bleibt!


Um Unterstützung des Aufrufs wird ausdrücklich gebeten.

Immer wieder wird man als jemand, der an der revolutionären Arbeiterbewegung interessiert ist, in Diskussionen darüber v...
14/03/2023

Immer wieder wird man als jemand, der an der revolutionären Arbeiterbewegung interessiert ist, in Diskussionen darüber verwickelt, wer denn nun eigentlich konkret zur Arbeiterbewegung gehört(e). Um diese häufig von verschiedensten Vorstellungen geprägten Diskussionen auf eine wissenschaftlich Grundlage zu stellen, wäre eine umfassende Klassenanalyse der damaligen und heutigen Verhältnisse notwendig. Innerhalb unseres Projektes haben wir uns mit Hilfe der zusammengetragenen Biografien an einer kleinen Auswertung zu folgender Frage versucht: Welche Berufe übten die antifaschistischen Kommunisten und Sozialisten aus, die in der späten Weimarer Republik und den folgenden Jahren aktiv waren? Das Ergebnis seht ihr in der Grafik. Unter 212 Berufen - grob eingeordnet nach Branchen - ist der Anteil der Antifaschisten in der Metallindustrie (23%) und im Handwerk (22%) am größten gewesen, gefolgt vom Druck- und Verlagswesen (12%). Aus der kleinen Stichprobenzahl und laienhaften Methodik möchten wir nicht zu vorschnell interpretieren, aber den Faden der klassenanalytischen Betrachtung der revolutionären Arbeiterbewegung weiter verfolgen. Wir sind gespannt, welche interessanten Fakten es noch zu auszugraben gibt!

Vor gut einem Monat verabschiedeten wir uns für's erste in die Recherche-Arbeit. Hier wollen wir euch erste Ergebnisse z...
28/02/2023

Vor gut einem Monat verabschiedeten wir uns für's erste in die Recherche-Arbeit. Hier wollen wir euch erste Ergebnisse zeigen:

Der aufmerksame Beobachter sieht beim Blick auf die Karte, dass sie sich um einiges gefüllt hat - genau genommen um 103 weitere Standorte. Dabei handelt es sich um Wohnorte von Kommunisten und Sozialisten, die im Widerstand gegen den Faschismus ihr Leben ließen oder als politisch Verfolgte in die Strafdivision 999 zwangsrekrutiert wurden und dabei oder an den Folgen verstarben. Zu 48 weiteren Widerstandskämpfern sind die Ortsangaben nicht eindeutig und wir arbeiten daran, sie ebenfalls in die Karte aufzunehmen.

Bild: Geliy Korzhev: "Поднимающий знамя" (Raising the banner)

Liebe alle,da wir uns in den kommenden Wochen wieder stärker der Recherche und dem Austausch mit anderen Aktiven zur Ges...
22/01/2023

Liebe alle,

da wir uns in den kommenden Wochen wieder stärker der Recherche und dem Austausch mit anderen Aktiven zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung widmen möchten, wird es hier erstmal etwas ruhiger. Falls ihr euch in der Zwischenzeit weiter mit vergangenen Ereignissen, Denkmälern oder Personen auseinandersetzen wollt, die in eurer Nachbarschaft wirkten, haben wir auf unserer Website einige spannende Projekte gelistet (https://rotes-leipzig.blogspot.com/p/weiterfuhrendes-und-empfehlungen.html). Empfehlen wollen wir euch natürlich auch weiterhin, das eigentliche Herzstück unseres Projektes zu erkunden - die digitale Karte zur Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung Leipzigs (https://rotes-leipzig.blogspot.com/p/karte.html).

Viel Spaß beim Stöbern!

(Bild: Ausschnitt aus Willi Sittes "Unsere Jugend" 1962)

12/01/2023

Georg Schumann (*28. November 1886 Reudnitz bei Leipzig) wurde als Sohn eines Steindruckers geboren, der bereits während...
11/01/2023

Georg Schumann (*28. November 1886 Reudnitz bei Leipzig) wurde als Sohn eines Steindruckers geboren, der bereits während der Sozialistengesetze in den Reihen der Leipziger Arbeiterbewegung kämpfte. Er erzog seine Kinder zu Revolutionären. 1905, nach Beendigung der Lehre als Schlosser trat Georg Schumann dem Deutschen Metallarbeiterveband und der Sozialdemokratischen Partei bei. Seit 1905 lebte er in Erfurt, später in Jena und wurde einer der Führer der thüringischen Arbeiterjugendbewegung, deren Landesorganisation er von 1907 bis 1912 leitete. Nach sechsmonatigem Studium an der sozialdemokratischen Parteischule nahm er im März 1913 auf Vorschlag Rosa Luxemburgs die journalistische Tätigkeit an der "Oberfränkischen Volkszeitung" auf. Ein Jahr später wurde er Redakteur der ,,Leipziger Volkszeitung". Er vertrat die Ansichten der linken Sozialdemokraten und kämpfte während des Ersten Weltkrieges mit Karl Liebknecht für die revolutionäre Beendigung des Krieges. Schumann nahm an der Reichskonferenz der Gruppe "Internationale" 1916 teil und gehörte zu den Vertretern der Spartakusgruppe auf der illegalen Konferenz der oppositionellen sozialistischen Jugend in Jena Ostern 1916. Auf Betreiben rechter sozialdemokratischer Funktionäre wurde er im Sommer 1916 aus der Redaktion der ,,Leipziger Volkszeitung" entlassen. Auch nach seiner Einberufung zum Militär im September 1916 setzte Georg Schumann seine antimiitaristische Tätigkeit fort. Deshalb wurde er im November 1917 vor ein Kriegsgericht gestellt und zu sechs Monaten Militärgefängnis verurteilt.

Am 4. Januar 1919 bildeten Georg Schumann, Walter Ulbricht, William Zipperer und andere Revolutionäre die Organisation der KPD in Leipzig. Nachdem er führend am Aufbau der Bezirksorganisation Mitteldeutschland der KPD mitgewirkt hatte, wurde er Chefredakteur des in Halle erscheinenden Bezirksorgans ,,Klassenkampf". Von Frühjahr 1921 bis Anfang 1923 war er Politischer Sekretär der Bezirksleitung Halle-Merseburg der KPD und übte die gleiche Funktion von Anfang 1927 bis Anfang 1929 im Bezirk West-Sachsen aus. Von Dezember 1920 bis Januar 1923 war er Mitglied des Zetralausschusses der KPD, wurde auf dem 8. Parteitag im Januar 1925 in die Zentrale gewählt und gehörte von März 1927 bis Anfang 1929, dem Zentralkomitee der KPD an. Von 1921 bis 1924 war Georg Schumann Mitglied des Preußischen Landtags und seit 1928 Abgeordneter des Reichstags. Hier arbeitete er im Strafrechts- und Wohnungsausschuß mit. Mehrmals ließen die Justizorgane der Weimarer Republik den revolutionären Arbeiterführer einkerkern.

Georg Schumann nahm am 7. Februar 1933 an der Tagung des ZK der KPD in Ziegenhals bei Berlin teil, auf der Ernst Thämann zum letzten Mal zu den Funktionären der Partei sprach. Während die Gestapo nach ihm fahndete, führte Schumann Aufträge der Parteiführung in verschiedenen Gebieten Deutschlands durch und begab sich im Frühsommer 1933 nach Breslau, um mit anderen Genossen die antifaschistische Arbeit im Bezirk Schlesien der KPD zu organisieren. Hier wurde er im Juni 1933 verhaftet und im August 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Als die Haftfrist abgelaufen war, verschleppten ihn die Faschisten aus dem Zuchthaus Waldheim in das KZ Sachsenburg und im Sommer 1937 nach Sachsenhausen. Hier gehörte er der illegalen Leitung der KPD an. Nach sechsjähriger Haft wurde Georg Schumann im Juni 1939 nach Leipzig entlassen. Er fand Anschluß an illegal arbeitende Kommunisten und stand bald an der Spitze der Bezirksorganisation der KPD in Sachsen. Unterstützt von Otto Engert und Kurt Kresse gelang es dem erfahrenen Funktionär während des Zweiten Weltkrieges, entsprechend den Direktiven des Zentralkomitees die getrennt voneinander arbeitenden Widerstandsgruppen in Sachsen zusanmmenzufassen und das Netz der Verbindungen zu Widerstandsgruppen in Rüstungsbetrieben, zu Sozialdemokraten sowie Angehörigen der Intelligenz zu erweitern. In Flugblättern rief die Leitung zur Störung der Kriegsproduktion auf und gab Hinweise für die Organisierung des Widerstandes. Zur einheitlichen Orientierung der Parteikader erarbeiteten Schumann und Engert die ,,Leitsätze über die Liquidierung des imperialistischen Krieges und der Naziherrschaft", in denen die enge Zusanmmenarbeit mit der Sowjetunion im Kampf um die soziale und nationale Befreiung des deutschen Volkes betont wurde. Seit Herbst 1935 war Georg Schumann Mitglied der operativen Leitung der KPD und des antifaschistischen Widerstandskampfes in Deutschland. Mit ganzer Kraft setzte sich Georg Schumann dafür ein, auf der Grundlage der Beschlüsse und Weisungen des ZK der KPD und der politischen Linie des Nationalkomitees Freies Deutschland Hitlergegner aus allen Schichten der Bevölkerung in einer gemeinsamen Kampffront zu vereinen.

Am 19. Juli 1944 fand die Tätigkeit Georg Schumanns durch seine Verhaftung ein jähes Ende. Die faschistische Justiz verurteilte ihn, Otto Engert und Kurt Kresse am 21. November 1944 zum Tode. In der unerschütterlichen Überzeugung, dass die Sache des Friedens und des Sozialismus, für die er lebte und kämpfte, auch in Deutschland siegen wird, ging der ergraute Revolutionär wenige Wochen vor der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus in Dresden den Weg zur Richtstätte.

Seine letzte Wohnung befand sich in der heutigen Rautstr. 6. Die Schule in der Glockenstraße 6, die er besuchte trägt heute den Namen "Georg-Schumann-Schule". Die Werkzeugmaschinenfabrik, in der er arbeitete befindet sich in der heutigen Markranstädter Str. 1. Das an ihn erinnernde Denkmal in der ehemaligen Georg-Schumann-Kaserne in der Georg-Schumann-Straße 146 existiert nicht mehr.

Frühzeitig kam der am 24. Juli 1895 geborene Otto Engert durch seinen Beruf als Zimmerer zur Arbeiterbewegung und schlos...
10/01/2023

Frühzeitig kam der am 24. Juli 1895 geborene Otto Engert durch seinen Beruf als Zimmerer zur Arbeiterbewegung und schloss sich 1913 der Sozialdemokratischen Partei an. Nach dem ersten Weltkrieg entschied er sich für den revolutionären Weg der Arbeiterklasse und trat 1919 der KPD bei. Unermüdlich und leidenschaftlich nahm er am revolutionären Kampf der Arbeiterklasse und am Aufbau der Parteiorganisationen im Kreis Altenburg teil. Bald wurde er von den Werktätigen in den Kreistag gewählt. Er vertrat von 1924 bis 1928 ihre Interessen im Thüringer Landtag. Wiederholt wurde er von der Klassenjustiz wegen seines Eintretens für die Rechte der Ausgebeuteten verfolgt. Otto Engert, der nur eine Dorfschule besucht hatte, erwarb sich zielbewusst ein gutes Allgemeinwissen und die notwendigen theoretischen Kenntnisse, um an der "Sächsischen Arbeiter-Zeitung" als Redakteur arbeiten zu können. 1929 Wurde er wegen von der Politik der KPD abweichender Auffassungen aus der Partei ausgeschlossen.

1933 wurde Engert von den Faschisten acht Monate in den Konzentrationslagern Colditz und Sachsenburg gefangengehalten. Nach seiner Entlassung Anfang 1934 kehrte er in die Reihen der KPD zurück und beteiligte sich am organisierten Widerstandskampf. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er einer der zuverlässigsten und engsten Mitarbeiter Georg Schumanns und leitete mit ihm und Kurt Kresse von Leipzig aus die Arbeit der kommunistischen Organisationen und antifaschistischen Widerstandsgruppen in Sachsen. Er half bei der Zusammenfassung und Neubildung antifastischer Gruppen in großen Rüstungsbetrieben und erarbeitete mit Georg Schumann eines der ersten grundsätzlichen Dokumente der sächsischen Antifaschisten, die "Leitsätze über die Liquidierung des imperialistischen Krieges und der Naziherrschaft", die in der politisch-theoretischen Diskussion mit den kommunistischen Funktionären Arthur Hoffmann, William Zipperer und anderen präzisiert wurden. Nach der Gründung des Nationakomitees Freies Deutschland im Juli 1943 bekannten sich Otto Engert und die Leipziger Widerstandskämpfer zu dessen Grundsätzen und Zielen. Es gelang ihnen, Hitlergegner bürgerlicher Herkunft und sozialdemokratische Freunde für den organisierten illegalen Kampf zu gewinnen.

Mitte Juli 1944 verhaftete die Gestapo Otto Engert und viele seiner politischen Freunde. Vor dem faschistischen Gericht bekannte er sich mutig zu seinem Kampf für den Sturz der faschistischen Diktatur und für die Beendigung des verbrecherischen Krieges des faschistischen deutschen Imperialismus, für ein freies, demokratisches Deutschland und für den Sieg des Sozialismus. Mit Georg Schumann umd Kurt Kresse wurde er zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1945 in Dresden hingerichtet.

Seine Wohnung befand sich in der heutigen Karl-Ferlemann-Straße 16.

Kurt Kresse wurde am 15. Mai 1904 als Sohn eines klassenbewussten Arbeiters in Leipzig geboren und erlernte den Beruf de...
09/01/2023

Kurt Kresse wurde am 15. Mai 1904 als Sohn eines klassenbewussten Arbeiters in Leipzig geboren und erlernte den Beruf des Buchdruckers. Während seiner Lehrzeit wurde er Mitglied der Gewerkschaft und der Freien Sozialistischen Jugend (FSJ). In den Tagen des Kapp-Putsches stand der junge Lehrling an der Seite der revolutionären Arbeiter und beteiligte sich mit einer Jugendgruppe am Barrikadenbau gegen die konterrevolutionären Banden. Seit 1920 leistete er eine umfangreiche politische Arbeit als Funktionär der Kommunistischen Jugend Deutschlands (KJD), die aus dem FSJ entstand und sich später zum Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) entwickelte.

Da Kresse in den Nachkriegsjahren in seinem Beruf keine Beschäftigung fand, arbeitete er einige Jahre in den Grubenrevieren des Ruhrgebiets und Ostthüringens. Hier nahm er an den Kämpfen der Bergarbeiter für die Verbesserung ihrer politischen und sozialen Lage teil. 1924 kehrte er nach Leipzig zurück und fand schließlich eine Arbeitsstelle als Buchdrucker. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der KPD. Im täglichen politischen Kampf entwickelte sich Kurt Kresse zu einem erfahrenen, immer einsatzbereiten Parteifunktionär - seine Genossen wählten ihn in die Bezirksleitung Westsachsen der KPD. In den letzten Jahren vor der Errichtung der faschistischen Diktatur war er außerdem Vorsitzender des Arbeitersportvereins "Fichte-West" im Bezirk Leipzig.

Nach 1933 beteiligte er sich an der Organisierung von Solidaritätsaktionen für politische Gefangene und deren Familien. Mehrere Monate musste er 1933 und 1935 im Gefängnis zubringen. Kurt Kresse wurde einer der engsten Mitarbeiter des kommunistischen Reichstagsabgeordneten Georg Schumann, der während des Zweiten Weltkrieges die Parteiorganisation der KPD in Sachsen leitete und die Zusammenarbeit mit Hitlergegnern anderer Weltanschauung erweiterte. Kurt Kresse übernahm einen Teil der umfangreichen Betriebsarbeit der Organisation, knüpfte neue Beziehungen zu antifaschistschen Arbeitern in mehreren Leipziger Rüstungswerken und übermittelte ihnen Flugschriften und Ratschläge für eine wirkungsvolle Sabotage der Kriegsproduktion. An seinem Arbeitsplatz arbeitete er mit sowjetischen und tschechoslowakischen Zwangsarbeitern zusammen. Er vermittelte ihnen die Materialien der Leipziger Antifaschisten, in denen diese die Ziele des Nationalkomitees Freies Deutschland und dessen Programm zur Rettung der deutschen Nation erläuterten und organisierte für die ausländischen Antifaschisten materielle Hilfe.

Kurt Kresse wurde am 19. Juli 1944 verhaftet und wenige Monate später zusammen mit Georg Schumann und Otto Engert zum Tode verurteilt. Am 11. Januar 1945 wurde der aufrechte Kommunist und Antifaschist in Dresden hingerichtet.

Kurt Kresse wohnte in der Emil-Schubert-Str. 2 in Abtnaundorf sowie in der heutigen Helmholtzstraße 35 in der Nähe des Karl Heine Kanals. An seiner letzten Arbeitsstätte in der Wachsmuthstraße 4 befand sich zu DDR-Zeiten eine von Laienkünstlern gestaltete Wand zur Erinnerung an ihn. An der ehemaligen "Kurt-Kresse-Kampfbahn" in der Diezmannstraße 16, welche heute von den Juniorenteams des FC Blau-Weiß Leipzig genutzt wird, steht in den Grünanlagen neben dem Klubhaus ein Gedenkstein für Kresse mit der Inschrift: "Kurt Kresse/ geboren 15.5.1904 / hingerichtet 11.1.1945". Das Denkmal auf dem Kasernengelände der heutigen "General-Olbricht-Kaserne" existiert nicht mehr.

Richard Lehmann, Sohn eines kaufmänmischen Direktors, wuchs in Nürnberg auf. Er begann 1922 in Leipzig mit dem Studium d...
08/01/2023

Richard Lehmann, Sohn eines kaufmänmischen Direktors, wuchs in Nürnberg auf. Er begann 1922 in Leipzig mit dem Studium der Volkswirtschaft und wandte sich später der Journalistik zu. Seit 1925 war er Mitglied der SPD und schrieb Artikel für ihre Zeitschriften.

Als unter dem Druck der Faschisten die Herausgabe der Zeitungen der SPD 1933 eingestellt werden musste, wurde Richard Lehmann erwerbslos. Sozialdemokratische Genossen halfen ihm über die schwerste Zeit hinweg. Er fand schließlich als Handelsvertreter eine Existenz. Lehmann blieb ein aufrechter Antifaschist und rang sich zu der Erkenntnis durch, daß nur das gemeinsame Handeln beider Arbeiterparteien zum Sturz des faschistischen Regimes führen kann. Er unterstützte politische Gefangene und verbarg monatelang einen von der Gestapo gesuchten Kommunisten in seiner Wohnung. 1943 lernte er durch sozialdemokratische Freunde die Kommunisten Otto Engert und Karl Jungbluth kennen. Von ihnen erfuhr er von der Gründung des Nationalkomitees Freies Deutschland, von seinem Programm und seinen Zielen, die die Basis des gemeinsamen Kampfes der Hitlergegner aus allen Schichten des werktätigen Volkes zur Rettung der Nation wurden. Viele kameradschaftlich geführte Diskussionen bewogen ihn, sich in die von Georg Schumann geleitete Leipziger Organisation der KPD einzureihen. Er beteiligte sich an der Verbreitung illegaler Schriften und nahm wiederum unter weit schwereren Bedingungen einen verfolgten Kommunisten in seiner Wohnung auf, dem er damit das Leben rettete.

Im August 1944 wurde Richard Lehmann verhaftet. Die Gestapo konnte so wenig über seine illegale Tätigkeit erfahren, daß sie ihm einen Lockspitzel in die Zelle schickte, um die Anklage gegen ihn konstruieren zu können. Im November 1944 wurde Richard Lehmann zum Tode verurteilt und wenige Wochen später, am 12. Januar 1945, in Dresden hingerichtet.

In der heutigen Karl-Liebknecht-Straße 53 befand sich seine Wohnung.

Wolfgang Heinze wurde am 25. Januar 1911 in Angermünde geboren und verlebte seine Kindheit in Stralsund. Sein Vater war ...
07/01/2023

Wolfgang Heinze wurde am 25. Januar 1911 in Angermünde geboren und verlebte seine Kindheit in Stralsund. Sein Vater war sozialdemokratischer Funktionär. Heinze studierte Jura und war seit 1938 im Leipziger Rüstungsbetrieb Köllmann als Rechtsberater, später als Werkdirektor tätig.

Bereits 1936 hatte er sich dem Kreis von antifaschistischen Intellektuellen angeschlossen, die der Maler Alfred Frank um sich sammelte. Während des Zweiten Weltkrieges beteiligte er sich mit dieser Gruppe an der Tätigkeit der von den Kommunisten Georg Schumann, Otto Engert und Kurt Kresse geleiteten Parteiorganisation der KPD. Entsprechend dem Programm des Nationalkomitees Freies Deutschland vereinte sie Hitlergegner aus anderen Schichten, politischen und weltanschaulichen Richtungen zum gemeinsamen Kampf für den Sturz Hitlers, die Beendigung des Krieges und die Errichtung eines demokratischen deutschen Staates. Seine Position in den Köllmann-Werken ermöglichte Wolfgang Heinze eine wirkungsvolle Mitarbeit. Er organisierte mit deutschen Antifaschisten die solidarische Hilfe für die im Betrieb beschäftigten ausländischen Zwangsarbeiter und förderte die Störung der Kriegsproduktion nach dem Leitspruch: "Alle Faschisten des Betriebes an die Front, alle Antifaschisten an die wichtigsten und empfindlichsten Stellen." Als Mitglied der Werkleitung nahm er an Wirtschaftskonferenzen in Berlin und Hamburg teil und gab dort erhaltene Informationen über politische, wirtschaftliche und militärische Maßnahmen des Hitlerregimes und des faschistischen Monopolkapitals an die Leitung der Widerstandsorganisation weiter. Im Auftrag Georg Schumanns erarbeitete er eine Argumentation, die die Ausbeutung der Arbeiter an Hand einer Untersuchung der faschistischen Lohnpolitik nachwies. Wolfgang Heinze blieb auch mit seinem Vater, der einer Gruppe Stralsunder Antifaschisten angehörte, in Verbindung. Er half, ihre Arbeit zu verstärken, und überbrachte ihnen die von den sächsischen Antifaschisten herausgegebenen Flugblätter, die nun auch an der Ostseeküste zirkulierten.

Im August 1944 geriet er in die Hände der Gestapo. Die faschistische Justiz verurteilte ihn zum Tode. Der parteilose Antifaschist Wolfgang Heinze wurde in Dresden hingerichtet.

Seine Wohnung befand sich in Markkleeberg (Turmblick 4).

Ebenfalls Mitglied der Schumann-Engert-Kresse-Gruppe war Arthur Hoffmann. Am 29.11.2022 - seinem Geburtstag - konntet ih...
06/01/2023

Ebenfalls Mitglied der Schumann-Engert-Kresse-Gruppe war Arthur Hoffmann. Am 29.11.2022 - seinem Geburtstag - konntet ihr hier bereits einiges über ihn erfahren, was wir jetzt aber nochmal ins Gedächtnis rufen möchten:

Am 29. September 1900 wurde Arthur Hoffmann in ärmlichen Verhältnissen geboren. Mit 17 Jahren war er als Soldat in den Ersten Weltkrieg involviert, aus welchem er als Antimilitarist zurückkehrte, der KPD beitrat und sich an den revolutionären Kämpfen der Arbeiterklasse beteiligte. 1920 wurde er dafür erstmalig zu 2 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt. Nach seinem Umzug nach Leipzig 1925 vertrat er die KPD im Stadtparlament und war im Roten Frontkämpferbund aktiv. Für diese Aktivität saß er ab März 1930 erneut fast 3 Jahre hinter Gittern. Nach kurzer Zeit in Freiheit wurde er im November 1933 erneut wegen seiner antifaschistischen Organisierung verhaftet und im KZ Sachsenhausen und Buchenwald festgehalten. Nach seiner Freilassung 1937 organisierte er mit anderen Leipziger Kommunisten antifaschistischen Widerstand in Form von Störaktionen in Betrieben der Kriegsvorbereitung, illegaler Agitation und Propaganda. Im Juli 1944 wurde Arthur Hoffmann verhaftet und am 12. Januar 1945 hingerichtet.

In Leipzig lebte er in der Arthur-Hoffmann-Straße 150.

Karl Jungbluth wurde am 17. März 1905 als Sohn eines Schriftsetzers in Hannover geboren und arbeitete später als Optiker...
05/01/2023

Karl Jungbluth wurde am 17. März 1905 als Sohn eines Schriftsetzers in Hannover geboren und arbeitete später als Optiker. Nach Errichtung der faschistischen Diktatur gehörte er der Leitung der illegalen Organisation der KPD in Chemnitz an. Im April 1934 wurde er festgenommen und zu einem Jahr und acht Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus Luckau setzte Karl Jungbluth den antifaschistischen Kampf in Leipzig fort. Er arbeitete während des zweiten Weltkrieges in der von Georg Schumann geleiteten sächsischen Parteiorganisation (auch bekannt als Schumann-Engert-Kresse-Gruppe) und am Aufbau der Bewegung "Freies Deutschland". In seiner Wohnung fanden zahlreiche Treffen des illegalen Widerstandes statt. Im Juli 1944 wurde er erneut verhaftet. Die faschistische Justiz verurteilte ihn im November 1944 zum Tode und er starb am 12.01.1945 auf der Hinrichtungsstätte in Dresden.

Nach 1945 wurde die Straße, in der sich seine Wohnung befand, nach ihm benannt. In der heutigen Karl-Jungbluth-Straße 35 befand sich ebenfalls eine Gedenktafel mit der Inschrift: "Hier lebte und arbeitete von 1937 - 1944 / Karl Jungbluth / Mitglied der Widerstandsgruppe / Schumann, Kresse, Engert / Geboren 17. März 1903 / Hingerichtet 12. Januar 1945 in Dresden. " - diese existiert jedoch nicht mehr. Vor dem Haus erinnert heute ein Stolperstein an den aufrechten Antifaschisten und Kommunisten.

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