Wir wollen Italien- und im speziellen Toskana und Ligurienfreunde diese unglaublich vielfältige, ursprüngliche Bergregion näher bringen. Die Lunigiana ist eine der Korn- und Weinkammern Italiens und Lunigiana ist eine historische Region in Italien, die sich im südlichen Teil der Region Ligurien und im nördlichen Teil der Region Toskana befindet. Nicht weit zum Meer, nicht weit zu den schönsten und
kulturell bedeutendsten Schauplätze Europas wie z.B. die Cinque Terre ...
Als Cinque Terre (auf Deutsch etwa Fünf Länder oder Fünf Ortschaften ) wird ein etwa zwölf Kilometer langer, klimabegünstigter Küstenstreifen der Italienischen Riviera zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero nordwestlich von La Spezia in der Region Ligurien bezeichnet. Von Nordwest nach Südost reihen sich die fünf Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore entlang der steil abfallenden Küste auf. Die Region zählt etwa 7000 Einwohner und ist als Nationalpark geschützt, in dem nichts gebaut oder verändert werden darf. Im Jahr 1997 wurden die Cinque Terre zusammen mit Porto Venere zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der hier angebaute Wein sowie Zitrusfrüchte und Oliven bildeten neben dem Fischfang über Jahrhunderte hinweg die Lebensgrundlage der Einwohner. Der Weinanbau hat auch dazu beigetragen, die einzigartige Kulturlandschaft mit ihren Weinbergsterrassen und Trockenmauern zu schaffen und zu erhalten. Die Stadt Carrara mit den weltberühmten Marmor-Steinbrüchen liegt etwa 30 km entfernt :
Die Region um Carrara ist ein altes Siedlungsgebiet und auf Grund archäologischen Fundmaterials kann angenommen werden, dass es im Paläolithikum besiedelt war. Aus der Zeit um 2500 v. Chr. ist bekannt, dass die Bewohner des apuanischen Gebiets begannen, ihre Toten in Grotten zu bestatten, und etwa nach 1000 v. Chr., in der späten Bronzezeit, waren Ackerbau und Viehzucht vorherrschend. Die Bewohner lebten in geschützten Lagen in Hüttendörfern und wurden nach mündlichen Überlieferungen Castallari genannt. Im 7. bis 6. Jahrhundert v. wurde das Gebiet stärker besiedelt, und durch die eindringenden Kelten änderte sich auch der bisher vorherrschende kulturelle Einfluss in der Eisenzeit. Erste Belege für eine Marmorbearbeitung befinden sich im Museo Nazionale in Luna aus dem 2. an einer Basis für die Statue des Claudius Marcellus. Dieser römische Konsul hatte 155 v. die ligurischen Apuaner endgültig besiegt.[5] Nordöstlich der heutigen Stadt Carrara lag Luna, eine römische Kolonie, die 177 v. gegründet wurde und die heute nahe dem Ort Luni Mare, einem Ortsteil der Gemeinde Ortonovo in der Provinz La Spezia liegt.[5] Durch die nahegelegenen Steinbrüche erlangte die Stadt Luna große wirtschaftliche Bedeutung, und erst nach der endgültigen Verlandung des Hafens am Fluss Magra, nach kriegerischen Übergriffen und durch die sich ausbreitende Malaria wurde das zum Bischofssitz erhobene Luna im 11. Jahrhundert weitgehend verlassen
Das Meer liegt etwa 20km entfernt, die schönsten Buchten lassen aus Ihrem Aufenthalt ein unvergessliches Erlebnis werden. z.B. der Golf der Poeten :
Ein Urlaub am Golf der Poeten – diese Worte wecken Gedanken an malerische Landschaften und unvergessliche Romantik. Die Bucht von La Spezia verdankt den Beinamen Il Golfo dei Poeti – Golf der Poeten – unter anderem den englischen Dichtern Lord Byron, Mary und Percy Shelley. Lord Byron, Mary und Percy Shelley verbrachten Anfang des 19. Jahrhunderts einige Zeit in den Orten Lerici und Portovenere, die zur damaligen Zeit noch abgelegene Fischerdörfchen waren. Sie ließen sich von der Schönheit der Landschaft inspirieren und beschrieben diese mit schwärmerischen Worten. Auch John Keats und D. H. Lawrence ließen sich seinerzeit hier verzaubern. Der Golfo di La Spezia bzw. Golfo dei Poeti öffnet sich in süd-östlicher Richtung und wird im Hintergrund von der Bergkette der Apuanischen Alpen umgeben – ein Grund für das besonders milde Klima dieser Region. Das Wärme speichernde Küstengewässer bildet unter dem Schutz der aufragenden Berge ein wahres Mikroklima. Mit Beginn des Golfo dei Poeti verändert sich die Küstenlandschaft zusehends. Die langen Sandstrände der toskanischen Region Versilia verwandeln sich in steil ins Meer abfallende Felsen. Malerische Küstenorte und das Naturschutzgebiet des Parco di Montemarcello zählen zu den Attraktionen dieser faszinierenden Bucht. Parco di Montemarcello
Verlässt man die toskanische Küste in Richtung Ligurien passiert man als erstes das Naturschutzgebiet Parco do Montemarcello. Der Park erstreckt sich zwischen dem Golfo dei Poeti und dem unteren Lauf des Flusses Magra. Ein dichtes Waldgebiet überzieht die bergige Küstenlandschaft, das mit seinen Wanderwegen ein wahres Paradies für Wanderfreunde ist. In Richtung des Magra-Ufers gleitet das teilweise 370 m hohe Kalksteinmassiv sanft aus. Hunderte von verschiedenen Pflanzenarten und eine vielfältige Tierwelt sind in dem Naturschutzgebiet beheimatet. Val di Magra
Das Magra-Tal ist die südöstlichste Landschaft Liguriens und ist Teil des Parco Naturale Montemarcello. Die fruchtbare Schwemmlandebene gehört zur antiken Region Lunigiana, dem ehemaligen Grenzland zwischen Toskana und Ligurien. Die Römer gründeten im Val di Magra einst den Ort Luni, eine der größten befestigten Siedlungen mit Handelshafen und Flottenstützpunkt. Im 13. Jahrhundert war Luni dem Untergang geweiht und verschwand unter den Anschwemmungen des Flusses Magra. Heutzutage ist dies eine der wichtigsten antiken Fundgruben. Das Archäologische Ausgrabungsgelände von Luni ist für Besucher zugänglich und ein sehr interessantes Ausflugsziel in Ligurien. San Terenzo
Am Ostufer des Golfo dei Poeti trifft man auf den schönen Ort San Terenzo. Die farbigen Häuser fügen sich harmonisch in die geschwungene Bucht ein. Die alte Burganlage in dem nahe gelegenen Dort Lerici ist ein wahrer Blickfang. Am südlichen Ortsende von San Terenzo befindet sich Villa Magni, in welcher der englische Dichter Percy Shelley für kurze Zeit und bis zu seinem Tode lebte. Im Jahr 1822 kam er während einer Segeltfahrt nach Livorno ums Leben. Lerici
Als markantes Wahrzeichen der Kleinstadt Lerici gilt die gewaltige mittelalterliche Burg, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Sie thront auf einem Felsen und blickt auf den Hafen und die Altstadt hinab. An der oberen Zufahrtsstraße nach Lerici sollte man einen kurzen Moment verweilen. Fast die gesamte Bucht des Golfo dei Poeti liegt dem Betrachter dort zu Füßen. Auch heute noch leben die Einwohner von Lerici vom Fischfang – neben dem Tourismus, der die Haupteinnahmequelle darstellt. In einer Halle direkt am Hafen wird der frische Fisch verkauft. Vom Hafen in Lerici starten auch Touristenfähren hinüber nach Portovenere. Weltkulturerbe Portovenere
Die Ligurische Küste zwischen der Region Cinque Terre und Portovenere ist eine Landschaft von großem kulturellen Wert und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das harmonische Zusammenwirken zwischen Natur und Mensch, das eine traditionelle Lebensweise illustriert, die seit Tausenden von Jahren bestand hat. Unter dem Namen Veneris Portus – Hafen der Venus – wurde dieser Ort 50 v. von den Römern gegründet. Im Mittelalter wurde die Siedlung als Festung ausgebaut, von deren Existenz noch heute die Burg, das mittelalterliche Stadttor und die Überreste der alten Mauer zeugen. Heutzutage zählt Portovenere ca. 4.000 Einwohner und ist einer der bekanntesten Orte am Golf der Poeten. Vor allem im Sommer kommen viele Touristen für einen Tagesausflug in diesen charmanten Ort. Der malerische Ort Portovenere am Golf der Poeten ist auch heute noch sehr bezaubernd und ein ideales Reiseziel für einen Romantikurlaub in Italien am Meer. Die bunt angestrichenen Häuser des mittelalterlichen Ortskerns drängen sich eng aneinander an einen steil abfallenden Hang direkt am Meer. Die alte Burg aus dem 16./17. Jahrhundert überragt dieses Szenario und gibt der Romantik den letzten Schliff. Friedlich dümpelnde Boote an den Anlegestellen und vorbeiziehende Segelschiffe passen ebenfalls hervorragend in diese Idylle. Zu Portovenere gehören auch die vorgelagerten Felseninseln Palmaria, Tino and Tinetto. La Spezia
Die Hafenstadt La Spezia am Golf der Poeten liegt am tiefsten Punkt des Golfs. Die lebendige Stadt ist Provinzhauptstadt mit ca. 95.500 Einwohnern. Bitte lesen Sie weitere Informationen zu dieser sehenswerten Stadt in unserem separaten Artikel. Strände am Golf der Poeten
Zwischen den Orten San Terenzo und Lerici liegt ein längerer Strandabschnitt zum Sonnenbaden und Schwimmen. Teilweise sind die Strände von Hotels als Privatstrände vereinnahmt worden, teilweise gibt es aber auch freie Strandabschnitte. In Richtung Tellaro befinden sich an der Steilküste einige kleinere herrliche Badebuchten.