DDR-Museum Pforzheim

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DDR-Museum Pforzheim Das DDR-Museum Pforzheim zeigt auf drei Etagen Leben und Alltag in der Diktatur – und warum Freiheit, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit so wichtig sind.

Ein Ort der Demokratiebildung. Geöffnet sonntags 13–17 Uhr, Führung ab 14 Uhr & auf Anfrage.

Der Rotary Club Pforzheim-Schwarzwald unterstützt das DDR-Museum Pforzheim mit einer Spende von 3.000 Euro.Zur symbolisc...
20/08/2026

Der Rotary Club Pforzheim-Schwarzwald unterstützt das DDR-Museum Pforzheim mit einer Spende von 3.000 Euro.

Zur symbolischen Scheckübergabe kamen am 19. August der amtierende Rotary-Präsident Manfred Seifert und sein Vorgänger Stefan Saile ins Museum.
Dr. Marianne Engeser, Vorsitzende der Stiftung Lernort Demokratie, und ihr Stellvertreter Kai Adam nahmen die Spende gemeinsam mit Dorit Grollmann vom Verein Gegen das Vergessen e.V. und Moritz Bach (DDR-Museum) entgegen.
Der Rotary Club begleitet die Arbeit des DDR-Museums bereits seit dessen Gründung und hat in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte des Museums unterstützt.
Für Stefan Saile knüpft die Unterstützung des DDR-Museums unmittelbar an sein Jahresmotto als Rotary-Präsident 2025/26 an: „Heimatstark“. Damit verbindet er nicht nur die Verbundenheit mit der Region, sondern auch die Verantwortung, diese aktiv mitzugestalten. Das DDR-Museum sei dafür ein besonderer Ort: „Eine starke Heimat lebt von Menschen und Institutionen, die Werte vermitteln, Orientierung geben und Zusammenhalt fördern.“
Gerade die Vermittlungsarbeit mit jungen Menschen ist dabei von besonderer Bedeutung. Als „Lernort Demokratie“ macht das Museum erfahrbar, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben – und welchen Wert Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung haben. Allein in diesem Jahr haben bereits mehr als 2.400 Menschen das DDR-Museum besucht, darunter 55 Schulklassen. Neben Führungen durch die Ausstellung gehören Gespräche mit Zeitzeugen zu den zentralen Angeboten für Schülerinnen und Schüler.
Die Spende von 3.000 Euro kommt der Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung des Museums zugute. Im Anschluss an die Übergabe nutzten die Gäste die Gelegenheit zu einer gemeinsamen Führung durch die Ausstellung und zum weiteren Austausch.

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 18:00 Uhr lädt das DDR-Museum Pforzheim zur Eröffnung der Sonderausstellung „Gesichter de...
15/06/2026

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 18:00 Uhr lädt das DDR-Museum Pforzheim zur Eröffnung der Sonderausstellung „Gesichter der Erinnerung“ ein. Im Mittelpunkt des Abends steht eine Podiumsdiskussion mit ehemaligen politischen Häftlingen des Staatssicherheitsdienstes der DDR.
Thomas Strobl, Präsident des Landtags von Baden-Württemberg, nimmt an der Veranstaltung teil und hält anlässlich des 17. Juni ein Grußwort. Der Jahrestag des Volksaufstands in der DDR erinnert an den Mut der Menschen, die 1953 für Freiheit, politische Rechte und bessere Lebensbedingungen auf die Straße gingen. Der Landtag von Baden-Württemberg wählte Strobl am 12. Mai 2026 zum Landtagspräsidenten.
Die Ausstellung des Fotografen André Wagenzik, der selbst aus politischen Gründen inhaftiert war, zeigt Porträtaufnahmen von 100 ehemaligen politischen Gefangenen. Sie macht Menschen sichtbar, die in der DDR aufgrund ihrer Überzeugungen verfolgt und inhaftiert wurden. Die Porträts geben den Betroffenen ein Gesicht und erinnern an das Unrecht der SED-Diktatur.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung berichten Zeitzeugen von ihren persönlichen Erfahrungen mit politischer Verfolgung, Haft und dem Leben unter den Bedingungen der SED-Diktatur. An der Podiumsdiskussion nehmen André Wagenzik, Dr. Wolfgang Welsch und Elke Schlegel teil. Moderiert wird das Gespräch von Jürgen Gorenflo.
Elke Schlegel, 1958 in Jena geboren, stellte Anfang der 1980er Jahre gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann mehrfach Ausreiseanträge und schloss sich den Protesten des „Weißen Kreises“ in Jena an. Im März 1983 wurde sie verhaftet und wegen „ungesetzlicher Verbindungsaufnahme“ zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt. Im September 1984 wurde sie wegen Haftunfähigkeit von der Bundesrepublik freigekauft; ihr damals kleiner Sohn durfte erst ein Jahr später nachkommen. Ihr Schicksal ist in dem Buch „5 Monate und 24 Tage: Frauenzuchthaus Hoheneck – eine Extremerfahrung“ dokumentiert.
Dr. Wolfgang Welsch wurde nach einem Fluchtversuch aus der DDR verhaftet und aus politischen Gründen zu mehrjähriger Haft verurteilt. Nach seinem Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland wurde er selbst zum Fluchthelfer und ermöglichte zahlreichen Menschen den Weg in die Freiheit. Aufgrund dieses Engagements geriet er erneut ins Visier der Staatssicherheit und überlebte mehrere Mordanschläge.
Damit knüpft der Abend an die zentrale Aufgabe des DDR-Museums Pforzheim an: an das Unrecht der SED-Diktatur zu erinnern, die Erfahrungen der Betroffenen sichtbar zu machen und zugleich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte zu sensibilisieren.

29/05/2026
28/01/2026

Das DDR-Museum Pforzheim blickt auf ein sehr erfolgreiches Besucherjahr zurück: Insgesamt 3.321 Personen nutzten im vergangenen Jahr die vielfältigen Angebote des Museums, das waren 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem konnte damit erstmals wieder an das vor der Pandemie übliche Niveau angeknüpft werden.
Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit des DDR-Museums bildet die schulische Bildungsarbeit. 56 Schulklassen mit insgesamt 1.203 Schülerinnen und Schülern besuchten das DDR-Museum im Rahmen von Führungen und pädagogischen Angeboten – damit stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die das Museum besuchten, um fünf Prozent auf den höchsten Stand seit acht Jahren. Hinzu kamen zahlreiche Veranstaltungen und Workshops direkt an Schulen, bei denen museumspädagogische Inhalte zur Geschichte der DDR, zur deutschen Teilung sowie zu Fragen von Demokratie und Diktatur vermittelt wurden.
Neben Schulklassen besuchten auch Seniorenkreise, Auszubildende, Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und der Bundeswehr das Museum. Diese Vielfalt verdeutlicht das breite gesellschaftliche Interesse an der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und der Wende 1989.
„Gerade die Arbeit mit Schulen ist für uns von zentraler Bedeutung, um jungen Menschen die Bedeutung von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit anschaulich zu vermitteln“, betont Dr. Marianne Engeser, Vorsitzende der Stiftung Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim. „Besonders eindrücklich sind dabei Führungen, bei denen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, lebendig berichten und Fragen der Schülerinnen und Schüler unmittelbar beantworten.“

Ergänzt wurden diese Angebote durch weitere Veranstaltungen, Vorträge und Gesprächs-formate.
Das DDR-Museum Pforzheim versteht sich als außerschulischer Lernort politischer Bildung. Der Eintritt sowie sämtliche Führungen sind grundsätzlich kostenfrei, um möglichst vielen Menschen – insbesondere jungen – einen niedrigschwelligen Zugang zu historisch-politischer Bildung zu ermöglichen.
Das Museum hat jeden Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Um 14:00 Uhr findet je-weils eine offene Führung statt, an der jeder ohne Anmeldung teilnehmen kann. Für Schulklassen und andere Gruppen bieten wir auch Führungen unter der Woche an. Gerne können Sie sich per Mail ([email protected]) oder telefonisch (07231 42 43 340) melden.

Adresse

Hagenschießstraße 9
Pforzheim
75175

Öffnungszeiten

13:00 - 17:00

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