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vertreten durch Herrn Bürgermeister Adolf Ludwig
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Telefon: 06048/9611-0
Telefax: 06048/9611-99
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E-Mail: [email protected]

Inhaltlich verantwortlich:
Gemeindevorstand der Gemeinde Limeshain

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Quelle: Kostenloser Facebook-Fanpage - Disclaimer von www.JuraForum.de

1.500 mal etwas erlebenVeranstaltungen zur Landesgartenschau: Große Namen und regionale Talente165 Tage, elf Kommunen, 8...
16/10/2026

1.500 mal etwas erleben

Veranstaltungen zur Landesgartenschau: Große Namen und regionale Talente

165 Tage, elf Kommunen, 88 Ortsteile und mehr als 1.500 Veranstaltungen: Die Landesgartenschau Oberhessen 2027 verspricht ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen. Vom 22. April bis zum 3. Oktober 2027 wird die Region zur Bühne für Musik, Kultur, Sport, Wissenschaft und zahlreiche Mitmachangebote. Bei einer Pressekonferenz im Herbarium Boutique Kurhaushotel in Bad Salzhausen stellte die Landesgartenschaugesellschaft besondere Momente vor. Die Landesgartenschau bringt bekannte Künstler nach Oberhessen und rückt zugleich die Menschen in den Mittelpunkt, die das kulturelle Leben der Region prägen.

Der Startschuss fällt am Donnerstag, 22. April 2027, mit dem großen Eröffnungswochenende unter dem Motto „Oberhessen erwacht!“. Der offizielle Festakt wird für Freitag, 23. April, sowohl in Bad Salzhausen als auch in Gedern, vorbereitet. Am 24. April wird in Büdingen gefeiert. Bis zum Sonntag, 25. April, wird der Start in diesen besonderen Sommer mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert.



Großzügige Bühnen

Sieben Themenschwerpunkte prägen den Veranstaltungskalender: Bewegung und Sport, Grünes und Buntes, Kinder und Jugend, Musik und Gesang, Kirche, Kunst und Kultur sowie Sonderveranstaltungen. Regelmäßige Angebote sorgen dafür, dass sich ein Besuch immer wieder lohnt. Dazu gehören Waldbaden, Qi Gong und Tanz, die Kurkonzerte und der Musikstrauß am Mittwoch sowie der OVAG-Literaturgarten am Donnerstag.

Die beiden eintrittspflichtigen Hauptgelände in Bad Salzhausen und Gedern erhalten großzügige Veranstaltungsbereiche. Im Kurpark Bad Salzhausen stehen die Sparkassen-Kulturbühne an der Trinkkuranlage und die GENAU-Bühne zur Verfügung. Letztere bietet in dem Bereich „Heimatquelle“ auf der Anhöhe in Richtung Geiß-Nidda Platz für 550 Personen. Im Gederner Schlosspark entsteht im sogenannte Herzgarten auf der ehemaligen Kälberweide die Licher-Bühne mit Platz für 745 Gäste. Beide großen Bühnen verfügen über eine Überdachung, bieten also nicht nur Schutz vor Regen, sondern auch schattige Plätze.



Promitalk mit Harald Lesch

Ein paar Kostproben: In Bad Salzhausen reicht das Programm von grünen Berufen bis zu Wissenschaft und Unterhaltung. In der Trinkkuranlage werden zwölf wechselnde Blumenschauen von Meisterflorist Christopher Ernst präsentiert. Am 9. Juni wird die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Margot Käßmann zu einem Mittagsgebet mit anschließendem Vortrag erwartet. Ein besonderer Höhepunkt ist der wissenschaftliche Talk zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Mit dabei sind der bekannte Fernsehmoderator Prof. Dr. Harald Lesch, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher und Christoph Biemann, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“.

Familien dürfen sich auf eine Zeitreise mit Themenwelten und Steampunk am 5. und 6. Juni sowie den FFH-Familientag am 10. Juli freuen. Vom 1. bis 3. Juli verwandelt sich der Kurpark in einen Lichterpark. Das Magische Wochenende vom 23. bis 25. Juli verspricht Zauberkunst. Beim Open-Air-Kino vom 16. bis 19. August kommen auch Schauspieler und Regisseure zu Wort. Am 28. und 29. August laden die hessischen Landfrauen unter dem Motto „Hessen grüßt Deutschland“ zu einem bundesweiten Treffen ein. Am 11. und 12. September folgt die erste Hessische Brotmeisterschaft.



OVAG-Klassikkonzert

Auch der Gederner Schlosspark bietet zahlreiche attraktive Veranstaltungen. Beispiele sind: Der Gederner Gartenmarkt vom 22. bis 25. Mai widmet sich Pflanzen und Gartengestaltung. Am 4. Juni steht mit LaLeLu A-cappella-Comedy auf dem Programm.

Das Barockfest am 10. und 11. Juli lässt die Zeit von Baron Münchhausen wieder aufleben. Das OVAG-Klassikkonzert mit dem Capitol Orchester aus Offenbach folgt am 24. Juli. Beim Rheingau-Weinfest am 28. und 29. August präsentieren sich Winzer aus verschiedenen Anbaugebieten. Am 4. und 5. September wird Gedern zur Bühne für mehr als 200 gemischte Chöre beim großen Chorwochenende des Hessischen Sängerbunds.

Für Unterhaltung sorgen außerdem der Comedian Peter Kunz mit „Hesskalation“ (27. August), Boris Meinzer (6. August und 19. September) mit seinem Prominententalk „Durch die Blume gesagt!“ und die Peter-Maffay-Coverband EYSZEIT (17. Juli). Auch die regionale Rockband Local Bastards (20. August) ist dabei. Mit einem Aktionstag zum Schutz des Wassers im Vogelsberg setzt die Interessengemeinschaft Wasser am 17. September einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt.



Kulturelle Vielfalt

Das Veranstaltungsprogramm soll nicht nur Besucherinnen und Besucher anziehen, sondern auch die kulturelle Vielfalt Oberhessens sichtbar machen. Bekannte Namen sorgen für überregionale Aufmerksamkeit. Gleichzeitig erhalten regionale Veranstaltungen und Initiativen eine größere Bühne. Neue Kooperationen sollen möglichst auch über das Gartenschaujahr hinaus Bestand haben. Heute Konzert, morgen Gartenkunst, übermorgen Wissenschaft. . . 165 Tage, mehr als 1.500 Veranstaltungen – und kein Tag ist wie der andere.



Info
Der Veranstaltungskalender wird online unter www.landesgartenschau-oberhessen.de veröffentlicht. Dort können Interessierte gezielt nach Datum, Veranstaltungsort und Themen suchen. Mit der Dauerkarte sind die Veranstaltungen auf den eintrittspflichtigen Geländen grundsätzlich abgedeckt. Ausgenommen sind einzelne Sonderveranstaltungen, für die die Besitzer einer Dauerkarte Ermäßigung erhalten.

Kunstleitpfosten für die LGS gestaltet – Kinder der Betreuungsschule sind kreativDie interkommunale Landesgartenschau Ob...
13/10/2026

Kunstleitpfosten für die LGS gestaltet – Kinder der Betreuungsschule sind kreativ

Die interkommunale Landesgartenschau Oberhessen 2027 (LGS) ist mittlerweile in vielen Bereichen ein Thema in der Gemeinde Limeshain. Auch die Jüngsten beschäftigen sich damit. Die Kinder der Betreuungsschule der Grundschule in Himbach nutzten die erste Woche der Herbstferien und bemalten nicht nur Holzblumen, wie sie mittlerweile in vielen Kommunen sichtbar im öffentlichen Raum auf die LGS hinweisen. Sie gestalteten außerdem die gut zwei Meter hohen, runden Kunstleitpfosten ganz individuell, wobei die Themen LGS, Römer und Natur auf den zehn Zentimeter breiten Stelen aufgegriffen wurden. Das war auch ein Wunsch von Bürgermeister Adolf Ludwig, weil Streuobst und die römische Geschichte in seiner Gemeinde eine große Rolle spielen. Er machte sich zum Abschluss der kreativen Malaktion selbst einen Eindruck von der Arbeit der Jungen und Mädchen, die unter Anleitung ihrer Betreuerinnen ihre sehenswerten Ergebnisse zurecht mit Stolz präsentierten.

Diese Kunstleitpfosten sind ein Mitmachprojekt der LGS. Aus einfachen Holzpfosten sollen durch Einzelpersonen, Familien, Schulen, Kindergärten, Vereine oder Unternehmen mit Farbe, Fantasie und handwerklichem Geschick kleine Kunstwerke entstehen, die später im gesamten LGS-Gebiet zu entdecken sein werden, gab die LGS-Gesellschaft die Devise aus. Im Frühjahr 2027 werden die fertigen Kunstleitpfosten in den elf beteiligten LGS-Kommunen aufgestellt. So sollen überall in der Region kleine Kunstorte entstehen, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und lebendig Oberhessen ist, wünschen sich die Macher der LGS. Mit den Pfosten der Kinder sind auf jeden Fall echte Hingucker entstanden. Sie greifen das Thema Natur mit Tieren und Streuobst auf. Auch der Limeswachtturm, der im Wald bei Rommelhausen steht, ist auf den Holzpfosten mit wetterfester Farbe verewigt. Blumen sind aufgemalt und die Kinder haben sich selbst dargestellt. Einige der Pfosten sollen nahe der Schule bleiben, am Kreisel, um den der Bus immer fährt, wünschen sich die Kinder, damit sie von den Schülerinnen und Schülern auch immer gesehen werden. Für die anderen Pfosten werden attraktive Standorte in der Gemeinde ausgewählt, versprach der Bürgermeister.
Ludwig dankte dem Team um die Leiterin der Betreuungsschule, Swetlana Strek, die von Kristina Remmel, Sonja Repa, Helen Saliba, Shafi Sami und Christina Sucka in ihrer Arbeit unterstützt wird. Die Kinder lobte der Bürgermeister für ihr kreatives Wirken ganz besonders. Die hatten dann auch noch die Möglichkeit, dem Ende das Jahres in den Ruhestand gehenden Rathauschef, Fragen zu seiner Person und seiner Arbeit zu stellen, die Ludwig ausführlich beantwortete. Abschließend bestaunte er noch die Hühner, die auf einer kleinen Wiese neben den Betreuungsräumen pickten. Die leiht Karl-Heinz Margraf vom Natur- und Vogelschutzverein Hainchen regelmäßig in den Ferien an die Betreuungsschule aus. Dort werden sie dann von den Jungen und Mädchen betreut. Die Hühner legen auch manchmal Eier, wie ein Mädchen berichtete. Daraus hätten sie dann Rührei gemacht.

Rosen statt ReklameEhrenamtliche pflanzen mit Roland Braunwarth das Rosenbeet unterhalb des GradierwerkesKeine Leuchtrek...
12/10/2026

Rosen statt Reklame

Ehrenamtliche pflanzen mit Roland Braunwarth das Rosenbeet unterhalb des Gradierwerkes
Keine Leuchtreklame, kein Werbebanner, sondern sie sagen es mit Rosen. Maximilian und Tobias Häßner vom Modeunternehmen Textilium Nidda, Birgit Appel und Gernot Schnell von Poly-clip System in Gedern und Sandra Philipp von der Kaffeerösterei in Nidda trafen sich am Freitag in Nidda, um ihr Unternehmerbeet zu begutachten. Ebenso wie Hassia Verpackung aus Ranstadt, die neu eröffnete „Auszeit“ in Nidda, Linak und die IHK Gießen-Friedberg haben sie dafür gesorgt, dass das Beet am Gradierwerk farbige Akzente setzt und von den Spaziergängern im Unteren Kurpark mit Wohlwollen betrachtet wird. Auch die ersten Insekten hatten sich bereits auf den Blüten eingefunden.
Doch bevor es so weit war, war tatkräftige Hilfe gefragt. Die Heimat verschönern und dabei noch Profis an der Seite haben: Ein zehnköpfiges Team machte sich am Freitag an die Pflanzung eines Rosenbeetes unterhalb des Gradierwerkes im Unteren Kurpark in Bad Salzhausen. Es waren allesamt Ehrenamtliche, die Roland Braunwarth und Ulrike Hansen-Röper nicht nur über die Schulter schauten, sondern auch tatkräftig mitanfassten. Hansen-Röper ist die gärtnerische Leiterin der Landesgartenschaugesellschaft. Landschaftsarchitekt Braunwarth hat Büdinger Wurzeln und reiste extra aus Dresden an. Dort arbeitet er für 360° Landschaftsgestaltung Georgi und hatte den Plan für das Beet ehrenamtlich erstellt. Sein Pflanzplan, nach der das Team arbeitete, erinnerte die Laien ein wenig an ein Schnittmuster. Dahinter verbirgt sich ein System. Das Ergebnis zeigt: Die Arbeit hat sich gelohnt. Hier trifft mediterrane Leichtigkeit auf naturnahe Vielfalt.

Schön, robust und insektenfreundlich
Drei Kriterien hatten sich die Planer vorgenommen: Die Pflanzung soll ansprechend gestaltet, robust und zugleich verlockend für Insekten sein. „Dieses etwas andere Rosenbeet zeigt, wie sich Schönheit, Klimaanpassung und Pflegeleichtigkeit verbinden lassen“, erklärt Roland Braunwarth. Inspiriert von mediterranen Landschaften vereint die Pflanzung trockenheitsverträgliche Rosen, Kleinsträucher und Stauden zu einem lebendigen Gartenbild, das auch an diesem vollsonnigen, heißen Standort dauerhaft bestehen kann.
Fünf außergewöhnliche Strauchrosen in Rosa-, Weiß- und Violetttönen bilden das Herzstück. Die Rosen werden von sorgfältig aufeinander abgestimmten Stauden und Kleinsträuchern begleitet, die ihre Wirkung unterstreichen. Die Frühblüher nehmen auch die Farben des künftigen Wechselflors auf, der in der Nachbarschaft gepflanzt wird. Heimische Wildstauden bereichern die Pflanzung zusätzlich und bieten Wildbienen und Schmetterlingen wertvolle Nahrung. Unterschiedliche Blütezeiten, Wuchshöhen und Blattformen sorgen über viele Monate hinweg für ein abwechslungsreiches Bild. Und die Pflanzung ist auf Dauer angelegt: Das Beet wird auch nach der Landesgartenschau die Besucher des Parks erfreuen.

Schilfgras gegen Unkraut
Auch bei der Pflege wurde darauf geachtet, den Aufwand gering zu halten. Die Pflanzung ist auf ein nährstoffarmes Substrat abgestimmt und benötigt dadurch nur wenig Dünger. Ergänzt wird noch ein Mulch aus geschreddertem Schilfgras. Er soll die Feuchtigkeit im Boden halten und verhindern, dass Unkraut zu schnell überhandnimmt. Damit die Rosen und Kleinsträucher vital und blühfreudig bleiben, erhalten sie jährlich einen sogenannten Coppicing-Rückschnitt – so entsteht ein Rosenbeet, das attraktiv, klimaangepasst und insektenfreundlich ist, aber ganz bestimmt nicht langweilig.

55 Helfer, ein ZielGroß, Klein, Jung und Alt helfen, den PikoPark für die Landesgartenschau zu gestaltenMan könnte es al...
08/10/2026

55 Helfer, ein Ziel

Groß, Klein, Jung und Alt helfen, den PikoPark für die Landesgartenschau zu gestalten

Man könnte es als geordnetes Gewusel beschreiben. In der Nähe des Platzes, wo früher der ehemalige Tennisplatz war, wird gesägt, gebuddelt, gepflanzt und geschleppt. Kleine Bagger werden zwischen Stein- und Erdhügel gelenkt. Zwei Jugendliche sitzen in einer Schubkarre, amüsieren sich prächtig, während die Freunde beobachten, wie ein Erwachsener Pfosten in den Boden rammt. Jeder macht mit. Rund 55 Helfer und Helferinnen packen an diesem Tag auf der Mitmachbaustelle im Gederner Schlosspark mit an. Darunter 30 Kinder und Jugendliche. Sie alle wollen mithelfen, dass der neue PikoPark bis Samstag fertig wird. Die Stimmung ist bestens, die Energie ansteckend.

Was einst in Pappkartons vor einem guten Jahr geplant wurde, nimmt nun auf über 1.000 Quadratmetern Gestalt an. Ein naturnaher Park mit Rückzugsorten für Menschen und Tiere entsteht. Natursteinmauern sollen Insekten und Eidechsen Unterschlupf bieten. Heimische Gehölze und Wildstauden fördern die Artenvielfalt. Geschwungene Wege, kleine Biotope und Sitzgelegenheiten aus großen Steinblöcken prägen die Anlage. Das meiste Material kommt aus der Region. Eine Besonderheit ist der kleine mäandernde Bachlauf. Das Wasserrohr, das ihn speist, wurde erst zu Beginn der Planungen entdeckt.

Eine Woche unter Hochdruck

Seit Montag wird auf der Baustelle kräftig gearbeitet. Naturgartenplaner Ralf Geyer, der mit Dorothee Dernbach, Leiterin der Naturgarten-Akademie, das Projekt der Landesgartenschau Oberhessen betreut und die Arbeiten koordiniert, hatte zur Mitmach-Woche eingeladen. Aus runden Eichen- und Robinienhölzern entstehen nun Bänke und Tische. Sandsteinmauern werden aufgeschichtet, Beete angelegt und die ersten Bäume gepflanzt.

Die Helfer könnten unterschiedlicher kaum sein. Mit dabei sind Mitglieder des Netzwerks „Main.Kinzig.Blüht.Netz“, die die Idee des PikoParks aufgegriffen hatten, Praktikanten der Naturgarten-Akademie und Bürger aus Gedern. Gärtner, Hausfrauen, Rentner und eine Landschaftsarchitektin arbeiten Seite an Seite. Manche haben bereits Erfahrung, andere halten zum ersten Mal entsprechendes Werkzeug in den Händen. Doch genau diese Mischung macht für Geyer den Reiz aus. „Jeder achtet auf den anderen, man hilft sich und schätzt sich“, beschreibt Geyer die Zusammenarbeit. Dazu kommen 30 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehren Gedern, die hier ihren Umwelttag absolvieren. Die vielen jungen Helfer bringen Schwung auf die Baustelle.

Zusammenarbeit funktioniert

Dass an diesem Tag gleich 55 Menschen auf der Baustelle stehen, ist auch für den erfahrenen Naturgartenplaner eine Herausforderung. „Das ist anstrengend, aber super“, sagt er lachend. Schon im Vorfeld habe er sich viele Gedanken darüber gemacht, wie sich die verschiedenen Gruppen sinnvoll beschäftigen lassen. Schließlich soll niemand überfordert werden, aber auch keine Langeweile aufkommen. „Ich glaube, es gelingt uns“, zieht er eine zufriedene Zwischenbilanz.

Auch Thomas Hellingrath, Geschäftsführer der Landesgartenschau Oberhessen, zeigt sich begeistert. Er bedankt sich bei den vielen Freiwilligen für ihren Einsatz. „Ein solches Gemeinschaftsprojekt macht deutlich, was eine Landesgartenschau bewirken kann.“

Und wie sieht es mit dem ehrgeizigen Zeitplan aus? Bis Samstagnachmittag sollen auch die letzten Bänke und Tische stehen, die restlichen Beete bepflanzt und die verschiedenen Lebensräume fertiggestellt sein. Selbst der angekündigte Regentag bringt Ralf Geyer nicht aus der Ruhe. „Vier Liter Wasser sind für einen Landschaftsgärtner kein Regen“, meint er trocken. Es geht weiter.

Info: Mitmachen bei der LGS

Wer sich ehrenamtlich bei der Landesgartenschau Oberhessen engagieren möchte, kann sich gerne unter [email protected] melden. Für Mittwoch, 4. November, ab 18:30 Uhr lädt die Landesgartenschaugesellschaft nochmals zu einem Info-Abend und Jahresausklang für alle Ehrenamtlichen und die, die es werden wollen, ein. Veranstaltungsort ist die Mehrzweckhalle Glauberg. Es gibt Getränke, Snacks und Musik.

Blumen brauchen BühneChristopher Ernst gehört zu den renommierten Floristen Deutschlands – und 2027 wird die historische...
08/10/2026

Blumen brauchen Bühne

Christopher Ernst gehört zu den renommierten Floristen Deutschlands – und 2027 wird die historische Trinkkuranlage in Bad Salzhausen zu seiner Bühne. Für die Landesgartenschau Oberhessen gestaltet der Deutsche Meister der Floristen zwölf wechselnde Blumenschauen. Im Interview spricht er über den Reiz der Vergänglichkeit, wie Stromkabel und Blumen zusammenpassen und was kreative Geister auf jeden Fall vermeiden.

Myriam Lenz: Sie haben an zahlreichen Landesgartenschauen mitgewirkt, haben in klassischen Hallen oder wie aktuell in Leinefelde auch in einem ehemaligen Plattenbau ausgestellt. Was kann die Trinkkuranlage in Bad Salzhausen, was diese Räume nicht konnten?

Christopher Ernst: Die historische Trinkkuranlage besteht eigentlich aus vier unterschiedlichen Räumen, die jeweils ihren eigenen Charakter, ihre eigene Struktur und Optik haben. Das ist ein Gefühl, als würde man durch eine Galerie schlendern. Die Räume werden entsprechend komplett unterschiedlich floral gestaltet und die Floristik in ganz vielen verschiedenen Facetten präsentieren – zum Beispiel auf Säulen, die wie Kunstwerke gestaltet werden, oder in moderner Optik in der dazugehörigen Werkstatt. Das Ensemble der Trinkkuranlage mit seinem historischen Hintergrund ist der perfekte Rahmen für hochwertige Floristik.

Sie sind 2024 durch Oberhessen gereist, haben Orte und Landschaften kennengelernt und erste Ideen gesammelt. Was ist Ihnen von dieser Reise besonders im Gedächtnis geblieben und wird sich davon in den Blumenschauen 2027 wiederfinden?

Die Region Oberhessen ist von Themen wie Kultur, Vulkan, Geschichte, Wasser, Natur, Heimat und dem Wir-Gefühl geprägt. Dies hat die Landesgartenschau aufgegriffen. Besonders präsent sind die Spuren der Kelten und Römer. Gleichzeitig haben wir auf unserer Reise erlebt, wie modern und innovativ Oberhessen ist und wie gut sich hier Tradition und Moderne verbinden. Vor allem aber sind mir die Menschen in Erinnerung geblieben. Sie füllen die Region mit Leben. Diese Mischung aus Geschichte, Kultur, modernen Ideen und den Menschen macht Oberhessen für mich aus.

Zwölf Blumenschauen bedeuten zwölfmal einen Neuanfang. Wie entwickeln Sie die Ideen?

Am Anfang steht ein Brainstorming mit dem ganzen Team. Wir sammeln Informationen über die Region und die Gartenschau und schreiben erst einmal alles auf, was uns in den Kopf kommt – egal, ob sinnvoll oder völliger Blödsinn. Die Leitideen der Landesgartenschau entwickeln wir mit eigenen Themen und Gestaltungsideen weiter. Dabei lasse ich mich stark von Kunst und Kultur inspirieren. Meine Ausbilderin hat immer gesagt: „Du musst sehen lernen, um das, was du siehst, zu nutzen.“ Manchmal kann ich deshalb gar nicht genau sagen, woher eine Idee kommt. Je länger man sich mit einem Thema beschäftigt, desto mehr entwickelt sich daraus.

Wie sieht Ihr Zeitplan aus?

Ab Januar werden wir uns jede Woche zwei Blumenschauen vornehmen und dafür Grundgerüste und Gestaltungselemente vorbereiten. Unser Ziel ist, vor Beginn der Landesgartenschau etwa 80 Prozent jeder Ausstellung geplant zu haben. 20 Prozent halten wir bewusst für spontane Ideen frei. Gerade in der letzten Phase entstehen oft noch gute Einfälle. Für diesen kreativen Freiraum muss Platz bleiben.

Werden Sie da nicht nervös, wenn noch nicht 100 Prozent vor der Eröffnung am 22. April feststehen?

Nein, dafür mache ich das schon zu lange. Wir haben einmal eine Ausstellung komplett vorbereitet, und kurz vorher kamen noch neue Ideen, die wir aber nicht mehr umsetzen konnten. Das war sehr frustrierend. Deshalb fahren wir mit den 80 Prozent Planung und 20 Prozent Freiraum sehr gut.

Es ist eine Herausforderung, immer wieder für Abwechslung zu sorgen. Viele Besucher können sich kaum vorstellen, dass nach mehreren Ausstellungen noch etwas Neues kommt. Umso schöner ist es, wenn sie von den neuen Ideen überrascht werden. Dabei arbeite ich nicht allein. In meinem Team sind Floristikmeister, die eigene Ideen einbringen und gestalterische Freiheiten haben. Dadurch entsteht eine große Bandbreite.

Nennen Sie uns ein Beispiel für verschiedene Gestaltungsstile.

Ich bin ein Florist, der gerne sehr ausladend und schwingend arbeitet. Ich arbeite viel mit Bewegungsformen und stecke sehr locker – wie bei dem Holland-Fahrrad, das ich 2025 beim World Cup of Floral Art in Den Haag gestaltet habe. Einer meiner Floristikmeisterkollegen arbeitet dagegen stark mit Staffelungen, die er hervorragend beherrscht, und kombiniert Materialien anders als ich. So bringt jeder seine eigene Handschrift ein.

Eine Schau wird von der OVAG gesponsert. Wie wird diese aussehen?

Das wird die Schau zum Thema Innovation und Industrie. Wir arbeiten mit typischen Elementen eines Energieversorgers: mit Solarpaneelen, Stromkabeln oder Wasserrohren, aus denen beispielsweise Grundgestelle entstehen. Im Vordergrund steht aber immer die Floristik, die Blume bleibt das wichtigste Element. Die OVAG soll sich in der Gestaltung wiedererkennen und auch die Besucher sollen den Bezug erkennen, ohne dass er zu aufdringlich wird. Es darf keine reine Marken- oder Produktpräsentation werden. Genau diese Herausforderung finde ich wahnsinnig spannend.

Gibt es Blumen, die Sie wunderschön finden, mit denen Sie aber trotzdem nur ungern arbeiten?

Es gibt Blumen, die ich sehr schön finde, die sich aber für Gartenschauen nicht besonders gut eignen, weil sie nicht lange genug halten. Dazu gehört zum Beispiel die Rose. Sie schafft es nur in den seltensten Fällen über den gesamten Zeitraum einer Schau. Auch bei Dahlien bin ich zurückhaltend. Sie werden zwar vorkommen, aber in geringeren Mengen, weil sie zu häufig nachgesteckt werden müssen.

Sie sprechen oft von Vergänglichkeit. Ihre Kunstwerke leben nur wenige Tage. Tut es nach all der Arbeit manchmal weh, eine fertige Blumenschau wieder abzubauen?

Nein, weil die Vorfreude auf die nächste Schau zu groß ist. Ich bin es gewohnt, dass meine Kunst vergänglich ist. Entscheidend ist für mich der Moment, in dem sie fertig vor mir steht. Die Vergänglichkeit macht für mich den Reiz in der Floristik aus. Sie macht das Hier und Jetzt so wertvoll. Das ist in einer Gesellschaft, wo alles jederzeit und überall verfügbar ist, so besonders. Der Besucher erlebt eine solche Ausstellung mit einem anderen Gefühl. Es zählt der Moment, und dieser verändert sich bald wieder. Viele haben es vergessen, den Moment zu genießen und sich komplett auf eine Sache einzulassen.

Was würden Sie niemals in einer Blumenschau machen, obwohl es beim Publikum vermutlich gut ankäme?

Eine komplette Blumenschau aus Kunstblumen. Damit kann man sicherlich sehr gut gestalten, aber für mich haben Kunstblumen in einer Gartenschau nichts zu suchen. Einzelne können eingesetzt werden, um etwas Besonderes darzustellen, aber niemals in großen Mengen. Schließlich ist eine Gartenschau eine Veranstaltung der grünen Branche.

Wenn die Besucher im Oktober 2027 nur ein einziges Bild Ihrer Blumenschauen in Oberhessen im Kopf behalten: Welches Bild soll das sein?

Das lässt sich kaum auf ein einziges Bild reduzieren. Auch Oberhessen zeigt viele Facetten. Die Schauen werden sich komplett voneinander unterscheiden und jede wird ihre eigenen Highlights haben. Wenn aber ein Bild bleiben soll, dann das von Blumen in ihrer ganzen Vielfalt: mal üppig und ausladend, mal zurückhaltend und filigran – und jedes Mal mit einer ganz anderen Wirkung.



Info: Zur Person
Christopher Ernst
Christopher Ernst aus Kindelbrück in Thüringen zählt zu den renommierten Floristen Deutschlands. Der Floristmeister führt seit 2008 sein Unternehmen „CREATIV“ und wurde 2022 Deutscher Meister der Floristen. (FDF - Fachverband Deutscher Floristen) 2025 vertrat er Deutschland beim World Cup Floral Art in Den Haag und belegte dort den sechsten Platz. (das-ist-thueringen.de) Erfahrungen mit großen Blumenschauen sammelte Ernst bei zahlreichen Bundes- und Landesgartenschauen. 2026 gestaltet er die Blumenschauen der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis. (SV-Leinefelde-Worbis) 2027 wird er in der historischen Trinkkuranlage Bad Salzhausen zwölf wechselnde Blumenschauen für die Landesgartenschau Oberhessen inszenieren. (landesgartenschau-oberhessen.de)

Den Wald als Lebensraum inszenieren – ein Projekt der LandesgartenschauEin Wald ist vielseitig nutzbar, bietet Lebensrau...
07/10/2026

Den Wald als Lebensraum inszenieren – ein Projekt der Landesgartenschau

Ein Wald ist vielseitig nutzbar, bietet Lebensraum für unzählige Lebewesen, ist Wirtschaftsfaktor und dient der Erholung. Nicht zuletzt spielen Waldflächen für das lokale Mikro- als auch für das globale Klima eine entscheidende Rolle als CO2-Speicher und können vor Wetterextremen wie Starkregen und starken Winden schützen. Die Gemeinde Limeshain möchte ihren Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie Besuchern und Besucherinnen den Wald als Lebensraum näherbringen. Darum soll der bereits bestehende etwa 3,7 Kilometer lange Limesrundweg im Wald bei Rommelhausen eine Aufwertung erfahren, die durch LEADER-Mittel gefördert wird.

Auslöser waren Wünsche und Vorschläge aus der Bevölkerung, die im Rahmen der Diskussionen über die anstehende interkommunale Landesgartenschau 2027 (LGS) an die Gemeinde herangetragen wurden, berichtet Bürgermeister Adolf Ludwig anlässlich der Übergabe des Förderbescheids durch die Erste Beigeordnete des Wetteraukreises, Birgit Weckler, im Limeshainer Rathaus. Mit 54.102 Euro wird das insgesamt 67.627 Euro teure Projekt bezuschusst, was einer Förderquote von rund 80 Prozent entspricht. Und so war die Freude groß in Limeshain, als man diese positive Nachricht erhielt. Umgesetzt wird die Maßnahme in Zusammenarbeit mit Frank-Uwe Pfuhl von Landkonzept, dem Fachbüro für ökologische Planung und Regionalentwicklung und HessenForst. Ziel ist es, Besuchern Wissen über die Waldnutzung zu vermitteln. Immerhin diente der Wald in früheren Zeiten vor allem als Brennholz-Lieferant, war Nahrungsquelle. Inzwischen wird er oft als Erholungsraum und für Freizeitaktivitäten genutzt. In den Mittelpunkt rückt mittlerweile verstärkt der Naturschutz. Alle Faktoren müssen unter einen Hut gebracht werden, auch dass soll den Besuchern und Besucherinnen vermittelt werden.

Nicht nur thematische Informationstafeln und Audioführer werden Bildung und Erlebnis verbinden und das Wissen über den Lebensraum Wald vermitteln. Zahlreiche interaktive Stationen lassen den Aufenthalt im Wald zu einem informativen und unterhaltsamen Erlebnis werden. Geplant sind Tierspuren, die aus unterschiedlichen Richtungen zu einem zentralen Platz führen, an dem die passenden Tiersilhouetten mehr Aufschluss über das jeweilige Waldtier geben. Als Klassiker aus der Naturpädagogik lädt eine Sprungkiste dazu ein, zu testen, wie weit man springen kann. Ein Baumstamm als Maßband zeigt die Weite an und vergleicht sie mit den Distanzen von sprungstarken Tieren. Auch ein Tierartenmemory wird Jung und Alt begeistern. Zwei Hochsitze in Form von überdimensional hohen Stühlen, die einen erhöhten Blick in den Wald bieten, können erklettert werden. Und eine sogenannte „Hexenring“-Sitzgruppe aus unterschiedlich großen, aus Holz geschnitzten Pilzen, mit typischen Farben und Mustern geben Einblick in die Vielfalt von Pilzen. Kunstobjekte, die Blatt- und Tiersilhouetten oder typische Baumarten wie Eiche oder Buche, zeigen, ergänzen ebenfalls das Erlebnis Wald. Einzelbänke entlang des Weges für eine kurze Rast gehören ebenso dazu, wie Ruheliegen für das Waldbaden.

Weckler zeigte sich von den Ideen angetan. Und ganz besonders freute sie, dass die Maßnahme von der Bürgerschaft wie von den politischen Gremien getragen wird. Dem stimmte Ludwig zu. Das Vorhaben LGS habe in der Gemeinde Dinge angestoßen, die sonst vielleicht nicht in Angriff genommen worden wären. In allen drei Ortsteilen werden Projekte entwickelt, mit großartiger Unterstützung von Vereinen und engagierten Personen, betonte er.

LEADER steht für die Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und ist ein Entwicklungsprogramm der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlich geprägter Regionen. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen.

Arbeiten in der „Schlinke“ gehen voranDer Verbindungsweg „Schlinke“ zwischen den Limeshainer Ortsteilen Hainchen und Him...
06/10/2026

Arbeiten in der „Schlinke“ gehen voran

Der Verbindungsweg „Schlinke“ zwischen den Limeshainer Ortsteilen Hainchen und Himbach wird an markanten Wegestellen zurzeit umgebaut. Wasser, aber auch alte Obstsorten, sollen dort im Mittelpunkt stehen, wenn im April 2027 die interkommunale Landesgartenschau (LGS) in Oberhessen beginnt. Bei einer Baustellenführung konnten sich die Teilnehmenden, die von Bürgermeister Adolf Ludwig begrüßt wurden, ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machen.

Mit dabei waren auch sein künftiger Amtsnachfolger, Christian Dietzel und Frank Müller vom Hauptamt der Verwaltung, der für die Belange der LGS verantwortlich ist, sowie Florian Herrmann, einer der Geschäftsführer der LGS GmbH. Der würdigte sogleich die Gemeinde, die als eine der ersten aus dem Kreis der Kommunen Projekte für die LGS vorangetrieben und Förderanträge gestellt habe. Als sogenanntes Eingangsportal für Besucher der LGS aus dem Südwesten dürfte sich Limeshain mit seinen Vorhaben durchaus sehenswert präsentieren. Die Natur mit den Streuobstwiesen und dem geplanten Streuobstlehrpfad in Himbach und Hainchen und die Geschichte der Römer stehe in Limeshain im Fokus und werde entsprechend präsentiert. Neben den Ankerstädten Bad Salzhausen und Gedern, die die klassischen Themen einer LGS bedienten, gehörten die anderen neun Kommunen mit ihren für sie jeweils authentischen Projekten dazu, mit Projekten, die letztendlich den Bürgerinnen und Bürger zugutekommen.

Mit Chris-Marvin Wolf, dem Vorsitzenden des Traditionsvereins Hainchen und dem 2025 gegründeten Obst- und Gartenbauvereins, und Karl-Heinz Margraf vom Natur- und Vogelschutzverein Hainchen, nahmen zwei Männer an der Veranstaltung teil, die maßgeblich das Projekt Schlinke angestoßen hatten. Die Beiden ergänzten die Erläuterungen von Frank Müller und Nils Werner von der ausführenden Landschafts- und Gartenbaufirma. Architekt Reinhold Melzer präsentierte zusätzlich die Pläne für die Renaturierung des Grabens entlang des Weges und der Umgestaltung der Quelle. Mit der Unteren Wasserschutzbehörde sei im Vorfeld alles abgesprochen worden, sagte Müller. Der Graben, in dem trotz der anhaltenden Trockenheit Wasser lief, werde kurz nach dem Einstieg am Ende der Klostergasse begehbar gemacht und das Wasser dort maximal knietief sein. Ein Stück weiter in Richtung Himbach war bereits eingefasste Quelle sichtbar. Hierzu gab Margraf weitere Erläuterungen. Der Hang oberhalb der Einfassung berge mehrere Quellen, und weiter oben seien noch Reste eines Bassins vorhanden. Ende der 1940er Jahre hätten die Bürger Hainchens von dort ihre eigenen Leitungen bis fast in die Ortsmitte verlegt, um sich mit Wasser zu versorgen, bevor ganz offiziell In den 1950ern Wasserleitungen verlegt wurden. Gegenüber der Quelle werde ein Rast- und Ruheplatz unter schattigen Bäumen errichtet. Informationstafeln sollen mehr zur Geschichte des Wassers dort erzählen. Ebenso wird auf die wiederentdeckte Wildfrucht Myrobalane, eine Pflaumenart, hingewiesen, die entlang des Weges wächst. Fest stand nach der Führung für die Teilnehmenden, dass aus der schon jetzt viel genutzten Schlinke, ein attraktiver Weg wird. Vielleicht etabliert sich auch das „Schlinkefest“, das in diesem Jahr als Testlauf organisiert worden sei, unter anderem mit einem Bobbycar-Rennen, hoffte Ludwig.

Im Rahmen der Führung wiesen Ludwig und Müller noch auf weitere Projekte im Zusammenhang mit der LGS hin. Die Umsetzung des Streuobstlehrpfads soll zur LGS fertig sein. In Rommelhausen werde der Wald als Lebensraum präsentiert. Dort sollen klimaresistente Bäume gepflanzt werden und der bestehende Limesrundweg zu Spaziergängen einladen. Von Hainchen aus wird der Weg in Richtung Düdelsheim ertüchtigt, und unter anderem einen herrlichen „Keltenblick“ in Richtung Glauberg bieten. Nussbäume seien im Rahmen des Nussecken-Projekts der LGS in den Ortsteilen gepflanzt worden. Und in Himbach wird der Garten am historischen Rathaus umgestaltet.

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Am Zentrum 2
Limeshain
63694

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