25/06/2026
🚲 Ein leises Klingeln. Der Geruch von Öl und Gummi liegt in der Luft. Vor dem kleinen Laden in der Georgenthaler Straße 2 stehen Fahrräder aneinandergereiht. Drinnen wird geschraubt, repariert und beraten.
Schon vor dem 2. Weltkrieg bis hinein in die 1950er Jahre gab es in Catterfeld einen Fahrradladen. Im rechten Anbau des Wohnhauses wurden Fahrräder und Ersatzteile verkauft, Reifen geflickt und Räder wieder fit gemacht. Für viele war das Fahrrad damals weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es bedeutete Freiheit, den Weg zur Arbeit, Besuche bei Verwandten oder den Weg zur Schule.
Als der Laden später seine Türen schloss, bekam der Raum eine neue Aufgabe: Die Gemeinde nutzte ihn als Schulspeisung. Dort, wo einst Fahrräder repariert wurden, saßen später Kinder zusammen beim Essen. In den 1960er Jahren wurde das Haus schließlich an Privatpersonen verkauft.
Wie sich Orte verändern – und wie viele Geschichten in ihren Wänden verborgen bleiben.
Wer erinnert sich noch an den Fahrradladen oder an die spätere Schulspeisung? Vielleicht gibt es Erinnerungen, Erzählungen oder sogar alte Fotos dazu? Wir freuen uns auf eure Geschichten in den Kommentaren.