Jüdisches Museum Frankfurt / Museum Judengasse

Jüdisches Museum Frankfurt / Museum Judengasse Hier erfahrt Ihr alles über jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Frankfurt und der Region. bis zum 20. Jahrhundert.
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Das Jüdische Museum und das Museum Judengasse thematisieren die Geschichte und Kultur von Juden in Frankfurt vom 12. Im neuen Jüdischen Museum zeigen wir die Dauerausstellung "Wir sind Jetzt. Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart". Die 2016 wiedereröffnete Dauerausstellung im Museum Judengasse widmet sich der Frühen Neuzeit. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen die T

hematik der beiden Dauerausstellungen. NETIQUETTE:

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02/09/2026

Was klingt, glänzt und trägt 300 Jahre jüdische Geschichte in sich?
Rimonim schmücken die Tora-Rolle. Wörtlich übersetzt heißt Rimonim "Granatäpfel". Diese Frucht ist auf zahleichen Tora-Aufsätzen und -Mänteln abgebildet; ihre Kerne symbolisieren die 613 Gebote und Verbote (hebräisch: Mitzwot) und den geistigen Reichtum der Tora. Die Tora-Aufsätze werden auf die beiden Holzstäbe gesteckt, die die Tora-Rolle halten. Es ist eine besondere Ehre, die Tora in der Synagoge aus dem Tora-Schrein herausheben, durch die Gemeinde tragen und ent- oder bekleiden zu dürfen. Noch viel ehrenvoller ist es, am Schabbat (samstags) in der Synagoge zum Vorlesen aus der Tora aufgerufen zu werden. Denn die Tora, also die fünf Bücher Mose, gilt als heilige, unmittelbar von Gott stammende Schrift und ist daher wichtigster Bezugspunkt der jüdischen Religionspraxis.
Was klingt, glänzt und trägt 300 Jahre jüdische Geschichte in sich? Die Antwort findet Ihr ab morgen in unserer Bibliothek. Der Eintritt ist frei!

Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana beginnt in diesem Jahr am Abend des 11. September. Das Fest hält dazu an, innez...
01/09/2026

Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana beginnt in diesem Jahr am Abend des 11. September. Das Fest hält dazu an, innezuhalten, gemeinsam zu feiern und mit guten Wünschen ins neue Jahr zu starten. Äpfel mit Honig, Granatäpfel, der Kopf eines Fisches und runde Challot (Hefezöpfe) gehören zu den Festtagsspeisen. Wir erklären Euch, weshalb. Entdeckt Rosch Haschana mit unserem Familienprogramm – kreativ und genussvoll!
🎨 Druckworkshop: Sonntag, 6. September, 14–16 Uhr | Museum Judengasse
Gestaltet mit Linoldruck Eure Neujahrskarten. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
🍯 Backworkshop: Sonntag, 13. September, 14–16 Uhr | Jüdisches Museum
Wir backen Honigkuchen und entdecken die Bräuche und Symbole von Rosch Haschana. Rezeptkarten zum Mitnehmen inklusive!
Plätze könnt Ihr über den Ticketshop auf unserer Website reservieren.

  Im dritten Teil zur jüdischen Sommerfrische hatten wir das Sanatorium Dr. Rosenthal vorgestellt. Nun wenden wir uns ei...
31/08/2026

Im dritten Teil zur jüdischen Sommerfrische hatten wir das Sanatorium Dr. Rosenthal vorgestellt. Nun wenden wir uns einem weiteren Ort der jüdischen Geschichte Bad Homburgs (und Frankfurts) zu: Fast gleichzeitig mit Rosenthal eröffnete Dr. Siegfried Goldschmidt (1877-1926) ebenfalls eine orthodox geführte Kurklinik („Taunus-Sanatorium“) an der Unteren Terrassenstraße 1. Es lag im damals noch eigenständig und 1937 eingemeindeten Gonzenheim. Bevor er nach Bad Homburg ging, führte Goldschmidt eine Praxis im Frankfurter Nordend. Nach Goldschmidts Tod übernahmen seine Witwe Schewa Goldschmidt und der aus Litauen stammende Dr. Joshua O. Leibowitz (1895-1993) den Betrieb bis zur Zwangsschließung 1936. Leibowitz hatte sich nach einem Medizinstudium in Heidelberg und einer Anstellung in Danzig in Bad Homburg niedergelassen. In den 1930er Jahren arbeite er als Dozent am Freien Jüdischen Lehrhaus in Frankfurt. 1937 emigrierte er ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina, wo er Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem wurde. Das als „Jüdisches Sanatorium“ berühmt gewordene Haus ragte auch durch seine repräsentative Architektur und die 1928 eröffnete Kliniksynagoge mit Mikwe heraus. Bei seiner Erbauung stand es frei im Grünen, oberhalb des Kurparks. Es besteht aus zwei Baukörpern und einem sehr großen Park. Das Haupthaus hat einen markanten Sockel aus Natursteinen mit runden Eckbetonungen. Balkon- und Liegeflächen wurden für Luft- und Lichtkuren genutzt. 1937 geschlossen, residierte dort 1952-1998 das Bundesausgleichsamt. Verschiedene Nachnutzungen werden diskutiert, jedoch steht der beeindruckende, dem Hochtaunuskreis gehörende, denkmalgeschützte Bau bis heute leer.
Foto: Luftbildaufnahme von 1929, Landesarchiv NRW

30/08/2026

Der letzte Tag des Museumsuferfests hat begonnen! Wir sind bis 20 Uhr für Euch da; im Museum Judengasse und im Goldenen Apfel bis 18 Uhr. Kommt vorbei!

Es ist Museumsuferfest! Wir sind heute und morgen für Euch da und versprochen: Bei uns kommt jede Altersklasse auf ihre ...
29/08/2026

Es ist Museumsuferfest! Wir sind heute und morgen für Euch da und versprochen: Bei uns kommt jede Altersklasse auf ihre Kosten! Ob Enkel, Tante oder Senior.
Unsere Öffnungszeiten:
Jüdisches Museum - Samstag und Sonntag 10 bis 20 Uhr
Museum Judengasse und Goldener Apfel - Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr
Wir freuen uns auf Euch! 🥰

27/08/2026

Suchen, rätseln, entdecken und dabei ganz nebenbei mehr über jüdische Geschichte, Kultur und Traditionen erfahren: Unser Mitmachheft lädt Kinder dazu ein, das Museum auf eigene Faust zu erkunden. So wird der Museumsbesuch zu einem kleinen Abenteuer, bei dem es am Ende sogar ein kleines Geschenk gibt! 👀

Unser Museum hält außerdem viele weitere Angebote für Kinder und Jugendliche bereit – von kreativen Workshops und Kinderführungen über Backworkshops zu jüdischen Festen bis hin zu Vorlesesonntagen und besonderen Angeboten für Kindergeburtstage. Eine Übersicht der kommenden Angebote findet Ihr wie immer in unserem Veranstaltungskalender auf der Website. Kommt vorbei und entdeckt das Museum gemeinsam!

In einer Woche ist es soweit: Wir eröffnen die Präsentation "Rimonim aus aller Welt. Die Cymbalista-Sammlung von Tora-Au...
26/08/2026

In einer Woche ist es soweit: Wir eröffnen die Präsentation "Rimonim aus aller Welt. Die Cymbalista-Sammlung von Tora-Aufsätzen". Zusammengetragen hat die außergewöhnliche Sammlung ein außergewöhnlicher Mensch: Norbert Cymbalista – Überlebender, Zeitzeuge und Philanthrop - hier im Bild beim Morgengebet.
1926 in Worms geboren, erlebte er als Kind die Ausgrenzung und Verfolgung der Nationalsozialisten. Mit zwölf Jahren flieht er allein über die Grenze, später holt er seine Eltern aus Deutschland heraus. Zumindest seine Eltern und er überleben die Schoa; daneben noch ein Cousin und eine Cousine. Nach dem Krieg begann für Cymbalista ein neues Leben – zunächst als staatenloser junger Mann ohne Ausbildung, Beruf und Geld. Mit Mut, Beharrlichkeit und Unternehmergeist baute er sich schließlich eine Existenz auf.
Doch Cymbalista wurde nicht nur Unternehmer, sondern auch Sammler und Philanthrop. Mehr als 45 Jahre lang widmete er sich gemeinsam mit seiner Frau Paulette s.A. der Judaica, insbesondere den Rimonim – den kunstvollen Aufsätzen für die Stäbe der Tora-Rollen. Seine Sammlung gilt als die weltweit bedeutendste private Sammlung dieser Art. Cymbalista kennt die Herkunft, Geschichte, Herstellung und religiöse Bedeutung der einzelnen Objekte – und bewahrt damit nicht nur kostbare Kunstwerke, sondern Geschichten jüdischen Lebens.
Sein Sammeln ist dabei Ausdruck einer Haltung: Nicht die Unterschiede sollen im Mittelpunkt stehen, sondern das, was verbindet.
Rimonim gibt es in unterschiedlichsten Formen und aus verschiedensten Regionen der jüdischen Welt. Sie stehen für aschkenasische und sephardische Traditionen, für unterschiedliche Gemeinden und religiöse Strömungen. In ihrer Vielfalt erzählen sie von Migration, kulturellem Austausch, handwerklicher Meisterschaft und von jüdischem Leben über Jahrhunderte hinweg. Sie bewahrt die Vielfalt jüdischer Traditionen und macht zugleich das Gemeinsame sichtbar.
Cymbalistas Lebensweg und seine Sammlung erzählen dieselbe Geschichte: von Verlust und Überleben, von Brüchen und von Neubeginn.

Endlich liegt Albert Cohens "Oh, Ihr Menschenbrüder", 50 Jahre nach Jahre nach seinem Erscheinen, auch in deutscher Über...
25/08/2026

Endlich liegt Albert Cohens "Oh, Ihr Menschenbrüder", 50 Jahre nach Jahre nach seinem Erscheinen, auch in deutscher Übersetzung vor. Es handelt sich um einen eindringlichen Text, dessen Fragen auf bedrückende Weise in unsere Gegenwart hineinreichen. Wir präsentieren das Werk in einer szenischen Lesung: Die Freiburger Schauspielerin Renate Obermaier und ihr Kollege Heinz Spagl lesen und inszenieren Texte aus diesem außergewöhnlichen Werk und geben Cohens eindringlicher Sprache eine Stimme.
Albert Cohen, 1895 auf Korfu in eine jüdische Familie geboren, zählt zu den bedeutenden französischsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. In "Oh, Ihr Menschenbrüder" blickt er auf ein traumatisches Erlebnis seiner Kindheit zurück: die Erfahrung antisemitischer Demütigung und Ausgrenzung. Daraus entsteht eine persönliche und zugleich universelle Reflexion über die zerstörerische Macht des Hasses.
Gerade nach dem 7. Oktober 2023 erhält Cohens Text eine erschütternde Aktualität, denn er erzählt auch davon, wie Juden nach gegen sie gerichteter Gewalt selbst zu Angehörigen eines vermeintlich schuldigen Kollektivs erklärt und als Täter gebrandmarkt werden.
Cohen verstand dieses Buch als Klagelied und als Vermächtnis. Seine Forderung an seine „Menschenbrüder“ ist dabei ebenso schlicht wie radikal: Es geht nicht darum, einander zu lieben. Es geht zunächst darum, einander nicht zu hassen.
Wir laden herzlich dazu ein, Albert Cohen und diese außergewöhnliche literarische Wiederentdeckung kennenzulernen.
📍Donnerstag, 10. September, 19 Uhr, Jüdisches Museum Frankfurt
Tickets gibt's in unserem Onlineshop.

  Im dritten Teil unserer Reihe zu Orte der (jüdischen) Kur in Bad Homburg führen wir Euch ins Sanatorium Dr. Rosenthal....
24/08/2026

Im dritten Teil unserer Reihe zu Orte der (jüdischen) Kur in Bad Homburg führen wir Euch ins Sanatorium Dr. Rosenthal. Es stand unter der Leitung jüdischer Ärzte und richtete sich an ein internationales jüdisches Publikum. Dr. Abraham Rosenthal (1866-1937) hatte es im Jahr 1901 in einer Kur-Villa an der Kaiser-Friedrich-Promenade 49 als orthodox-jüdisches Sanatorium eröffnet. Im Bild eine Anzeige aus "Der Israelit" aus dem Jahr 1937.
Der aus dem Westerwald stammende Mediziner hatte vorher bereits als sogenannter „Brunnenarzt“ in der Elisabethstraße praktiziert. Mit seiner Frau Dina Rosenthal hatte er drei Söhne, die allesamt Mediziner waren.
Es war typisch für diese Art von Sanatorium, dass sich Unterkunft und Behandlung unter einem Dach befanden. Die architektonische Gestaltung stellt sich an der Fassade als eine Verbindung der englischen Neogotik und des für Kurorte typischen Klassizismus dar. Die vielen Fensteröffnungen, die Balkone und die große Veranda im Erdgeschoss erlaubten es den Kurgästen, die Nähe zum Kurpark und die frische Luft zu genießen. 1936 wurde das Sanatorium arisiert und geschlossen. 1953 eröffnete unter der Ägide der Landesversicherungsanstalt Hessen ein Kurbetrieb unter dem Namen „Geheimrat Dr. Trapp“, diverse An- und Umbauten veränderten die Erscheinung des Gebäudes stark. Heute gehört es zum Ensemble der Wicker Klinik. Das ehemalige Sanatoriumsgebäude ist noch gut von der Straße aus erkennbar.

  Vor 273 Jahren, am 23. August 1753, wurde Gutle Schnapper Rothschild (1753-1849) geboren. Gutle lebte in der Frankfurt...
23/08/2026

Vor 273 Jahren, am 23. August 1753, wurde Gutle Schnapper Rothschild (1753-1849) geboren. Gutle lebte in der Frankfurter Judengasse vermutlich im Haus zur Eule. Ihr Vater Wolf Salmon Schnapper führte ein kleines Bankgeschäft und war nicht sehr wohlhabend. Mit 17 Jahren heiratete sie Mayer Amschel Rothschild, der später als Bankier weltberühmt werden sollte. Der Familienname Rothschild geht auf das Haus „Zum Roten Schild“ in der Judengasse zurück, in dem die Familie lebte.
Gutle brachte 20 Kinder (in manchen Quellen werden 19 Kinder gezählt) zur Welt. Nur fünf Töchter und fünf Söhne erreichten das Erwachsenenalter. Die Kindersterblichkeit war zur damaligen Zeit sehr hoch. Ihre fünf Söhne führten später die Geschäfte ihres Vaters weiter und gründeten Bankfilialen in Frankfurt, Neapel, London, Wien und Paris. Gutle selbst verbrachte fast ihr ganzes Leben in der Frankfurter Judengasse. Im Jahr 1780 zog sie mit ihrem Mann in das Haus "Zum Grünen Schild", das sich ebenfalls in der Judengasse befand und zum Stammhaus der Familie Rothschild wurde. Obwohl ihre Söhne nach und nach die Judengasse verließen, wollte Gutle nie umziehen. Bis zu ihrem Tod blieb sie im Haus "Zum Grünen Schild" wohnen.
Kurz vor ihrem Tod malte Moritz Daniel Oppenheim ein Porträt der fast 96-jährigen Gutle. Oppenheim war fast 50 Jahre mit der Familie Rothschild verbunden und fertigte zahlreiche Aufträge für sie an. Das Gemälde verschwand während des Zweiten Weltkriegs; erhalten ist jedoch ein Negativ einer Fotografie davon. Darauf ist Gutle mit Spitzenhaube und Perlenkette zu sehen; hinter ihr ist die Judengasse zu erkennen. Oppenheim zeigt sie als Matriarchin der Familie und verbindet ihr Bild mit dem Ort, an dem die Geschichte der Rothschilds begann. Das Bild ist heute in der Dauerausstellung im Jüdischen Museum zu sehen.
Gutle Rothschild überlebte ihren Mann um 37 Jahre. Sie liegt auf dem Alten Jüdischen Friedhof an der Rat-Beil-Straße begraben.

Adresse

Frankfurt

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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