01/09/2026
Als das Buch aus dem diese Fotos stammen im Jahr 1928 herauskam, war die Bastei bereits ein weit über die Grenzen Kölns hinaus bekanntes Bauwerk. Das von Wilhelm Riphahn entworfene Gebäude wurde 1924 fertig gestellt und diente seit seiner endgültigen Formgebung im Jahr 1927 bis 2019 gastronomischen Zwecken. Anfänglich befürchtete man, dass das Gebäude nicht zum damaligen Kölner Rheinpanorama passen könnte. Diese Befürchtung erübrigte sich sehr schnell, da die Bevölkerung und die Touristen das Restaurant mit großer Begeisterung annahmen.
Joachim Ringelnatz widmete der Bastei 1932 ein Gedicht:
"Ich rufe schmatzend den Ober herbei.
Er will mich nicht verstehen.
Ich wünsche:
Es möchte sich die Bastei jetzt karussellartig drehen."
Seit der Schließung der Bastei wegen erheblicher baulicher Mängel im Jahr 2019 versuchte die Stadt Köln nach einer Bestandsaufnahem der Mängel ein Konzept für die Restaurierung zu finden. Der letzte Versuch einen Träger zu finden, der das Gebäude in Erbpacht übernehmen und sanieren würde, ist offenbar vor Kurzem gescheitert. Seit dem liest man in der Presse Äußerungen der Stadt Köln, die sich den Abriss der Bastei nun durchaus sehr gut vorstellen könnte. Ein endgültiger Beschluss dazu ist aber noch nicht gefasst worden. Wahrscheinlich möchte die Stadt mit der Pressemitteilung testen, wie ein Abriss bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt ...
[KH]
Fotos: Fotograf unbekannt, Neue Baukunst in den Rheinlanden, Richard Klapheck, herausgegeben vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz, Verlag L. Schwan, Düsseldorf 1928
Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media